Frauenfußball

Film über Alexandra Popp am Sonntag in der ARD

| Lesedauer: 4 Minuten
Wolfsburgs Anführerin Alexandra Popp bei einem EKG nach ihrer Corona-Infektion. Am Sonntag um 19.15 Uhr läuft in der ARD der Film "Das Comeback der Kapitänin". 

Wolfsburgs Anführerin Alexandra Popp bei einem EKG nach ihrer Corona-Infektion. Am Sonntag um 19.15 Uhr läuft in der ARD der Film "Das Comeback der Kapitänin". 

Foto: NDR/Inka Blumensaat / oh

Wolfsburg.  „Das Comeback der Kapitänin“: Autorin Inka Blumensaat hat die VfL-Anführerin auf dem Weg zur Europameisterschaft begleitet.

Eine Woche noch, dann starten die deutschen Fußballerinnen in die Europameisterschaft in England. Es ist ein Turnier, das bisher alle Rekorde knackt. Und es wird das erste EM-Turnier für Alexandra Popp. Die Anführerin des VfL Wolfsburg hatte fast ein Jahr lang mit einem Knorpelabriss an der rechten Kniescheibe gefehlt, drohte zum dritten Mal das kontinentale Turnier zu verpassen, zuletzt bangte sie während des DFB-Vorbereitungslehrgangs in Herzogenaurach wegen einer Corona-Infektion. Doch Popp wird dabei sein, die Nationalmannschafts-Kapitänin packte es wie neun weitere Wolfsburgerinnen in den endgültigen Kader für England. Am Sonntagabend, um 19.15 Uhr, und damit fast zur besten Sendezeit, gibt’s in der ARD eine 43-minütige Dokumentation über die 31-Jährige mit dem Titel „Das Comeback der Kapitänin“.

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„Das Comeback der Kapitänin“ – da war doch was. Stimmt, bereits Ende Februar lief unter dem gleichen Titel ein Film im NDR als „Sportclub Story“. Und wer am Sonntagabend zuschauen möchte, der wird feststellen, dass viele Szenen erneut auftauchen. Aber Autorin Inka Blumensaat, die Popp seit September immer wieder bei wichtigen Stationen auf dem Weg zurück auf den Platz begleitet hat und sehr persönliche Momente einfing, drehte weiter. Sie verfolgte die Wolfsburger Allrounderin auch auf dem Weg zum Double-Sieg mit dem VfL und nach der Saison bei der Nationalmannschaft.

Blumensaat: Erstaunlich, wie sie mit Rückschlägen umgeht

„Teil 2“ dieser Dokumentation ist absolut sehenswert und vervollständigt erst die Geschichte. Blumensaat sagt: „Es war sehr besonders, das in dieser Form begleiten zu können. Erstaunlich fand ich, wie ,Poppi’ mit Rückschlägen umgegangen ist. Sie hat einen sehr großen Glauben an sich selbst und verzweifelt nicht.“

Die Autorin war mit beim EKG in Wolfsburg nach der Corona-Infektion, wo Popp das endgültige Go bekam, wieder durchstarten zu dürfen. Jetzt, nachdem die VfLerin schon 2013 und 2017 schwere Verletzungen ausgebremst haben, gönnt man ihr die Europameisterschaft umso mehr. „Das kann doch jetzt nicht sein, das kann mir jetzt nicht einen Strich durch die Rechnung machen. Ich habe einfach gehofft, dass das ganz schnell wieder weg geht. Ich wusste, dass der Zeitraum zur EM und Trainingseinheiten knapp werden, da bin ich doch sehr nervös geworden, muss ich sagen“, so Popps Reaktion auf den positiven Test. Doch das ist Geschichte, die Vorfreude auf die EM einfach riesig: „Ich verbinde mega viel Freude damit, wirklich da sein zu können. Wenn ich dann meinen Fuß auf englischen Boden setze, bin ich sehr, sehr happy“, sagt die VfLerin.

Bundestrainerin setzt auf Popp im Sturm

In der Nationalmannschaft wird Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf sie im Angriff setzen, während sie in Wolfsburg inzwischen vor allem im defensiven Mittelfeld zu Hause ist. „Auch wenn Poppi dort lange nicht gespielt hat, hat sie ein Stürmerinnen-Gen“, sagt die Bundestrainerin.

Klar, dass Popp bei ihrer ersten – und vielleicht auch letzten – EM den Titel holen möchte, am Sonntag geht’s mit dem Flieger Richtung England. Dabei sind die deutschen Frauen nach zuletzt enttäuschenden Turnieren nicht der große Favorit. Popp in dem ARD-Film: „Vielleicht nimmt es der Mannschaft einen gewissen Druck, dass gar nicht jeder so wirklich erwartet, dass man da oben auf dem Thron sitzt. Aber Fakt ist auch, dass wir den Thron besteigen wollen und den Pokal mit nach Deutschland nehmen wollen!“ Zur Einstimmung auf die Europameisterschaft lohnt sich „Das Comeback der Kapitänin“ am Sonntagabend in der ARD auf jeden Fall.

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