VfL-Frauen – im Zweifel für die Nicht-Nationalspielerin

Wolfsburg.  Die Bundesliga-Fußballerinnen aus Wolfsburg treten am Freitag in Köln an. Der Gegner ist in dem Spiel das kleinere Problem für den Meister.

Wie fit kehren die Nationalspielerinnen (rechts Pernille Harder) zurück? VfL-Trainer Stephan Lerch schaut genau hin.

Wie fit kehren die Nationalspielerinnen (rechts Pernille Harder) zurück? VfL-Trainer Stephan Lerch schaut genau hin.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Alle VfL-Nationalspielerinnen kehrten unverletzt von den Länderspielen zurück. Das ist die gute Nachricht. Die weniger guten lauten: Zum Teil waren die Auswahlakteurinnen erst im Laufe des Mittwochs zurück in Wolfsburg. Und: Keine der Rekonvaleszentinnen wird rechtzeitig fit fürs Freitag-Spiel der Frauenfußball-Bundesliga beim 1. FC Köln.

Das sagte Trainer Stephan Lerch beim Blick auf seinen Kader. In dem fehlen weiterhin Sara Doorsoun (Fußverletzung), Svenja Huth (Innenbandverletzung im Knie) und Kristine Minde (muskuläre Probleme). Am längsten wird die Genesung voraussichtlich noch bei Huth dauern. „Geschätzt drei bis vier Wochen. Ihr Heilungsprozess lief bislang nicht wie erhofft“, erklärte Lerch mit Bedauern. Doorsoun drehte am Mittwoch immerhin Platzrunden. „Vielleicht kann sie in der nächsten Woche wieder etwas mit der Mannschaft machen.“

Doch unabhängig von der Startelf geht Lerchs Mannschaft wieder einmal als haushoher Favorit in eine Partie. Die Kölnerinnen sind derzeit Neunter mit vier Punkten aus fünf Spielen. Das größte Wolfsburger Problem stellt nicht der Gegner, sondern die kurze gemeinsame Vorbereitungszeit dar. Am Donnerstag nach dem Vormittagstraining reisen die „Wölfinnen“ bereits in die Domstadt. Fast die Hälfte des Kaders befand sich in den vergangenen eineinhalb Wochen im Nationalmannschaftseinsatz. Nicht annähernd so viele Spielerinnen stellte der FC ab. Angesichts der nur kleinen Trainingsgruppe musste Lerch die Einheiten anpassen.

Nun wird es seine wichtigste Aufgabe sein, in Gesprächen mit den Nationalspielerinnen und der medizinischen Abteilung herauszufinden, in welchem Fitnesszustand sich die Rückkehrerinnen befinden. Danach richtet sich die Aufstellung. „Im Zweifelsfall“, betont der Trainer, werde er auf fitte, in Wolfsburg gebliebene Akteurinnen setzen und kein Risiko eingehen angesichts der folgenden Englischen Woche mit Spielen in der Champions League gegen den niederländischen Vertreter Twente Enschede (Mittwoch, 16. Oktober, 18 Uhr, AOK-Stadion) und in der Bundesliga beim 1. FFC Frankfurt (Sonntag, 20. Oktober, 14 Uhr). „Wir müssen mit unseren Kräften haushalten“, sagte Lerch.

Trotzdem soll sein Team in Köln das Tempo hochhalten. „Auf Dauer können die Kölnerinnen das nicht stemmen.“ Aus deren Kader hebt er zwei Spielerinnen hervor: Stürmerin Eunice Beckmann (2 Saisontore) und die japanische Mittelfeldspielerin Yuka Hirano (1). „Sie können einem das Leben schwermachen. Aber bei allem Respekt – wir müssen auf uns schauen.“

1. FC Köln – VfL Wolfsburg,

Freitag, 19.15 Uhr, live bei Eurosport.

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