Trainer Lerch ärgert die fehlende Effizienz seines VfL Wolfsburg

Wolfsburg.   Das 1:0 im CL-Sechzehntelfinale über den isländischen Außenseiter Thor/KA löste nicht nur Freude beim Frauenfußball-Bundesligisten aus.

VfL-Torfrau Almuth Schult sah einen „mühsamen“ Erfolg ihres Teams.

VfL-Torfrau Almuth Schult sah einen „mühsamen“ Erfolg ihres Teams.

Foto: Darius Simka / regios24

„Es ärgert mich sehr, dass wir nicht effizient genug waren und es versäumt haben, uns eine bessere Ausgangslage fürs Rückspiel zu schaffen“, bilanzierte ein unzufriedener Stephan Lerch. Der Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg konnte sich nur bedingt über den 1:0 (1:0)-Hinspielsieg im Sechzehntelfinale der Champions League über Thor/KA aus Island am Mittwochabend freuen.

Vielleicht auch deshalb, weil sein Team so Gefahr gelaufen war, kurz vor Schluss sogar noch den Ausgleich zu kassieren. Der Schuss der Mexikanerin Stephany Mayor traf zum Glück nur die Latte, Torfrau Almuth Schult wäre geschlagen gewesen. „Mayor ist gefährlich. Glück für uns“, sagte VfL-Isländerin Sara Björk Gunnarsdottir erleichtert. Schult wurde deutlicher. „Wir hatten vor dem Fernschuss einen blöden Ballverlust. Das darf uns nicht passieren“, kritisierte die Torfrau.

Alles in allem fand Schult den Erfolg „ein bisschen mühsam“. Sie meinte: „Er hätte doch deutlich höher ausfallen müssen. Deshalb sind wir nicht ganz zufrieden mit uns.“ Ihr Trainer sah es genauso. „Es war ein Spiel auf ein Tor, wir hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz und uns viele Torchancen herausgearbeitet“, resümierte Lerch, zeigte aber auch Respekt vor der Leistung des spielerisch limitierten Gegners: „Er hat sich mit allen Mitteln gewehrt. Wir haben es einfach nicht geschafft, das Ergebnis noch klarer zu gestalten.“

Zum Glück stehen nicht alle Gegner nur hinten drin gegen den VfL. Zum Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FFC Frankfurt am Sonntag (14 Uhr, AOK-Stadion) erwartet Lerch „ein ganz anderes Spiel“. Mit Frankfurt komme nun ein Gegner, der mehr mitspielen wolle. „Das gibt uns mehr Möglichkeiten“, hofft der Trainer. Und dann vielleicht am Ende auch wieder mehr Erfolgserlebnisse vor des Gegners Tor...

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