Josuha Guilavogui muss aussetzen – aber nicht lange

Wolfsburg.  Der Kapitän des VfL Wolfsburg hat sich in der Partie gegen Bielefeld einen kleinen Muskelfaserriss zugezogen.

Kurz nach diesem Pass machte sein Oberschenkel zu: Josuha Guilavogui (in Grün) muss vorerst zusehen. 

Kurz nach diesem Pass machte sein Oberschenkel zu: Josuha Guilavogui (in Grün) muss vorerst zusehen. 

Foto: Darius Simka / regios24

Sein Jubiläum hätte ein besseres Ende verdient als eine verletzungsbedingte Auswechslung in der ersten Hälfte. Josuha Guilavogui stand am Sonntag in der Bundesliga-Partie gegen Arminia Bielefeld (2:1) zum 200. Mal für den VfL Wolfsburg in einem Pflichtspiel auf dem Rasen. Doch weil sich nach gut einer halben Stunde seine Muskulatur im rechten hinteren Oberschenkel meldete, musste der Kapitän früh vom Platz. Xaver Schlager kam für ihn in die Partie.

Um die Schwere der Verletzung festzustellen, wurde bei Guilavogui am Montag eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Das Ergebnis: ein kleiner Muskelfaseriss, wenigstens zehn Tage Pause. Damit verpasst der 30 Jahre alte Franzose sicher die Partie am Sonntag bei Hertha BSC (18 Uhr) und darüber hinaus vielleicht das Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim eine Woche später. Danach legt die Bundesliga erneut eine Länderspielpause ein, die Guilavogui nutzen kann, um wieder richtig fit zu werden.

William und Mbabu vor Rückkehr

Der Kapitän soll längst nicht der einzige Spieler sein, der nach dieser Länderspielpause wieder voll mitwirken kann. William, der sich im Februar einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, soll dann wiederhergestellt sein. Genau wie Kevin Mbabu, den zuletzt eine Bandverletzung im Knie außer Gefecht setzte. Jedoch: Die beiden rechten Verteidiger werden sich arg strecken müssen, um an ihrem neuen Konkurrenten vorbeizukommen. Denn Ridle Baku, der für rund 10 Millionen Euro aus Mainz gekommen war, macht seine Sache rechts hinten sehr, sehr gut.

Pongracic macht Schritte

Im VfL-Abwehrzentrum soll Mitte November auch Marin Pongracic wieder eine Hilfe sein. Der 23 Jahre alte Deutsch-Kroate war wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers seit Ende August ausgefallen, und stieg vergangene Woche wieder ins Mannschaftstraining ein. Er wird dann zu einer zusätzlichen Option in der Verteidigung, in der Maxence Lacroix und John Anthony Brooks derzeit prächtig harmonieren.

Otavio kann Roussillon Feuer machen

Auf der linken Abwehrseite steht nach der Länderspielspause auch die Rückkehr Paulo Otavios an. Der 26 Jahre alte Brasilianer kämpft sich derzeit noch im individuellen Training zurück zu alter Stärke. Er kann Platzhirsch Jérôme Roussillon Druck machen.

Jeffrey Bruma steht nach einem Muskelfaserriss ebenfalls vor seinem Comeback. Doch der 28 Jahre alte Niederländer hat bei Trainer Oliver Glasner keine Perspektive.

Wird Brekalo schnell gesund?

Auch im Angriff steht eine Rückkehr bevor. Josip Brekalo fiel gegen Bielefeld noch wegen einer Covid-19-Infektion aus. Ob der 22 Jahre alte Angreifer aus Kroatien schon am Wochenende gegen Berlin wieder spielen kann, klärt sich im Laufe dieser Woche.

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