VfL Wolfsburg: Josuha Guilavogui muss verletzt ins MRT

Wolfsburg.  Der VfL-Kapitän fällt wahrscheinlich erst einmal aus. Maximilian Philipp scheitert zweimal knapp – und erinnert an Julian Draxler.

Nach einer halben Stunde war Schluss für den Kapitän: Josuha Guilavogui ist verletzt. 

Nach einer halben Stunde war Schluss für den Kapitän: Josuha Guilavogui ist verletzt. 

Foto: Darius Simka / regios24

Das Signal von Mannschaftsarzt Dr. Stephan Bornhardt war unmissverständlich: Der Kapitän muss runter. Eine halbe Stunde war in der Bundesliga-Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Arminia Bielefeld gespielt, als Josuha Guilavogui auf den Rasen der VW-Arena sank. Ohne Einwirkung des Gegners hatte er sich zuvor verletzt, die hintere Muskulatur des rechten Oberschenkels ist betroffen. Wie schwer die Verletzung des Kapitäns wiegt, klärt sich heute in einer MRT-Untersuchung. Die nächste Partie in Berlin (Sonntag, 18 Uhr) wird der 30 Jahre alte Franzose voraussichtlich verpassen.

Für Guilavogui eingewechselt wurde Xaver Schlager, seine Position unmittelbar vor der Abwehr übernahm allerdings Maximilian Arnold. Das Eigengewächs hatte diesen Posten in der Vergangenheit schon mehrfach bekleidet und zeigte gegen den physisch starken Aufsteiger, dass er nichts verlernt hat.

Arnolds Vornamens-Vetter Maximilian Philipp feierte derweil das Startelfdebüt im Wolfsburger Trikot. Er war Anfang Oktober von Dinamo Moskau an den Mittellandkanal gewechselt und hatte vor einer Woche in Mönchengladbach (1:1) als Joker erstmals für den VfL gespielt. Nun folgte der erste Langzeiteinsatz.

Oliver Glasner war mit dem flexiblen Angreifer, der in der Schlussphase im Mittelfeld spielte, zufrieden. „Sehr, sehr zufrieden“ war der Trainer sogar. „Maximilian hat sich gut zwischen den Verteidigungslinien der Verteidiger bewegt und zudem zwei Abschlüsse verbucht“, so der 46 Jahre alte Österreicher. Beide fanden ihr Ziel jedoch nicht. Noch nicht, ist sich Glasner sicher. „Man hat Mitte der zweiten Hälfte gemerkt, dass ihm noch die Kraft für 90 Minuten fehlt. Aber er kommt immer besser in den Rhythmus und erarbeitet sich dadurch zugleich mehr Selbstvertrauen.“ Der Rest, also die Tore, kommen dann automatisch, sagt und hofft der Trainer.

Wenngleich es bei Philipp nicht zu seinem ersten Treffer gereicht hat, deutete der 26-Jährige seine Qualität an. Der Angreifer bringt eine gute Raumorientierung mit, viel spielerische Klasse, gute Augen und einen starken Abschluss. Ein wenig erinnert Philipps Spielweise an die Julian Draxlers. Man kann nur hoffen, dass der Neuzugang aus Moskau positivere Spuren in Wolfsburg hinterlässt als der Nationalspieler, der mittlerweile bei Paris Saint-Germain kickt. Philipps Anfang ist gemacht. Nächste Woche in Berlin wird er den nächsten Versuch aufs Premierentor wagen. Allerdings ohne Hilfe von Guilavogui.

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