Weghorsts Doppelpack verschafft Stürmer „ein super Gefühl“

Wolfsburg.  Der Niederländer des VfL Wolfsburg traf in keinem Testspiel, doch jetzt ist er zurück – mit großen Zielen. Und einem Tottenham-Gerücht.

Beim 4:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Union Fürstenwalde war Wout Weghorst noch leer ausgegangen. Beim 4:0 in der Euro-League-Quali beim FK Kukesi traf der Stürmer des VfL Wolfsburg aber gleich doppelt. 

Beim 4:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Union Fürstenwalde war Wout Weghorst noch leer ausgegangen. Beim 4:0 in der Euro-League-Quali beim FK Kukesi traf der Stürmer des VfL Wolfsburg aber gleich doppelt. 

Foto: Susanne Hübner, Susanne Huebner via www.imago-images.de / imago images/Hübner

Er hatte ganz lange warten müssen. 89 Tage, um genau zu sein. Fast drei Monate hat es gedauert, ehe Wout Weghorst wieder ein Tor für den VfL Wolfsburg erzielte. Am Donnerstag im albanischen Tirana in der Europa-League-Quali-Partie gegen FK Kukesi endete die Wartezeit. Der 28 Jahre alte Niederländer erzielte beim 4:0-Sieg des Bundesligisten zwei Treffer. „Ich lebe von Toren“, sagt er, „die sind für mich als Stürmer einfach wichtig.“

Weghorsts Tor zum 1:0 bereitete der Gegner vor. Etwas mehr als 20 Minuten waren gespielt, als der Niederländer im FK-Strafraum an den Ball kam und technisch anspruchsvoll durch die Beine des Torhüters vollendete. Der zweite Treffer des Mittelstürmers in der zweiten Hälfte wurde dann stark vorbereitet vom gerade eingewechselten Joao Victor. Weghorst lupfte dessen Hereingabe über den heranstürzenden Torhüter. „Es waren zwei schöne Treffer“, sagt Weghorst.

Dank seines Doppelpacks ist der VfL souverän in die nächste Runde der Europa-League-Quali-Phase eingezogen. „Es war ein verdienter Sieg. Wir waren die bessere Mannschaft, müssen aber noch einige Dinge verbessern“, sagt der Torjäger. Sein Trainer stimmte ihm dabei zu. „Wir sind sehr froh, dass wir weitergekommen sind, zu null gespielt und vorne am Ende noch zwei schöne Tore erzielt haben“, sagt Oliver Glasner, dem jedoch auch die teils wacklige Abwehr Sorgen bereiten muss.

Im Angriff jedoch lief es zuletzt sehr ordentlich. 3:0 gegen Köln, 4:1 gegen Magdeburg, 4:1 gegen Fürstenwalde und nun 4:0 gegen Kukesi – das dürfte Selbstvertrauen geben und Mut machen für die Bundesliga-Saison, in die der VfL am Sonntag startet. Und das mit einem angriffslustigen Angreifer. Weghorst sagt: „Ich habe große Ziele für die Saison. Es ist ein super Gefühl, dass sie mit den zwei Toren so für mich anfängt.“

Der Niederländer ist der Mittelpunkt im Wolfsburger Angriffsspiel. Diesen Status hat er sich mit starken 40 Toren in 81 Pflichtspielen erarbeitet. Kein Wunder, dass diese Quote anderen Klubs nicht verborgen bleibt. Am Donnerstag hieß es aus England, dass die Tottenham Hotspur Interesse an einer Verpflichtung des 28-Jährigen angemeldet hätten. Doch: Konkret ist nach unseren Informationen noch gar nichts. Dass Weghorst Begehrlichkeiten geweckt hat, wissen die Wolfsburger Verantwortlichen aber.

Wenn zeitnah ein offizielles Angebot eingeht, das sich im Bereich um 30 Millionen Euro Ablöse bewegt, dann setzen sich alle Beteiligten seriös damit auseinander – so lautet die Absprache, heißt es. Klar ist aber auch: Weghorst muss den VfL nicht verlassen, er drängt nicht knallhart im Hintergrund darauf. Dass es schon immer sein Traum war, irgendwann mal in der Premier League zu spielen, ist aber ebenfalls bekannt. Bis zum 5. Oktober ist das Transferfenster noch geöffnet.

Nach dem 4:0 gegen Kukesi und seinem Doppelpack freut sich der Niederländer auf den Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen am Sonntag. „Jetzt kann es losgehen“, sagt er. Sein Warten hat ein Ende.

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