VfL Wolfsburg mit 1:1 gegen Seoul: Nur Malli trifft

Albufeira.  Die vermeintliche B-Elf des VfL enttäuscht gegen die Südkoreaner über weite Strecken. Malli trifft zunächst, scheitert später aber vom Punkt.

Yunus Malli.

Yunus Malli.

Foto: Darius Simka/regios24 / regios24

Das erste von zwei Testspielen am Freitag lief für den VfL Wolfsburg enttäuschend. Gegen die Südkoreaner des FC Seoul sprang für das Bundesliga-Team von Trainer Oliver Glasner im Estadio Municipal de Albufeira nur ein 1:1 (1:0) heraus.

Glasner würde es nicht so nennen, doch gegen die Südkoreaner schickte er die vermeintliche B-Elf ins Rennen. Taktisch ordnete der VfL-Coach sein Team zunächst in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute an, um in der Halbzeit auf ein 4-3-3 zu wechseln. Er hatte im Vorfeld angekündigt, in jeder Hälfte das System zu ändern, um neue Erkenntnisse zu bekommen.

Für die gesamten 90 Minuten war die Erkenntnis: Da ist viel Luft nach oben. Zu Beginn sah’s noch ganz ordentlich aus, und Yunus Malli brachte den VfL mit einer Einzelleistung in der 14. Minute auch in Führung. Doch danach wurden Defizite deutlich. Seoul, vom Leistungsvermögen wohl mit einem guten Dritt- oder schwachen Zweitligisten vergleichbar, brachte Wolfsburgs Defensive ein paar Mal in Unordnung.

Vor allem Jeffrey Bruma gab keine gute Figur ab. Der Niederländer, der die ersten Tage im Trainingslager krank verpasst hatte, sah erst beim Kopfball des Südkoreaners Hwang Hyunsoo nach einer Ecke nicht gut aus (25.), dann grätschte er auf Höhe der Mittellinie als vorletzter Mann daneben, so dass Keeper Pavao Pervan in höchster Not gegen Ko Kwangmin retten musste.

Auch nach dem Wechsel, als die Beine der Wolfsburger aufgrund der Belastung der vergangenen Tage womöglich noch schwerer wurden, ließ der VfL vieles vermissen. Die Quittung: der Ausgleich durch Kim Minsoo in der 61. Minute nach einem Fehler Paulo Otavios. Kurze Zeit später gab’s obendrein einen echten Schreckmoment, als Yannick Gerhardt nach einer Ecke über die zusammenklappende Bande segelte. Doch nach kurzer Behandlung konnte der Mittelfeldspieler weitermachen. Anders als Bruma, der in der 73. Minute anzeigte, dass es nicht mehr weitergeht.

In der 83. Minute wäre trotzdem beinahe das Siegtor für die Wolfsburger gefallen. Nach einem Foul an Otavio gab es Strafstoß für den VfL. Doch Malli scheiterte am größten Koreaner Yang Hanbeen, der deshalb vermutlich nicht zufällig das Tor hütet. Immerhin drückte Wolfsburg in den letzten Minuten der Partie noch einmal auf den Sieg. Doch daraus wurde nichts. Der zweite Anzug des Bundesligisten passt noch nicht.

VfL Wolfsburg: Pervan – William (64. Azzaoui), Knoche, Bruma (76. Siersleben), Otavio – Gerhardt – Steffen, Malli – Mehmedi – Klaus, Victor.

Tore: 1:0 Malli (14.), 1:1 Minsoo (61.).

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