U17 der Grizzlys: Bereit für die Herausforderung 1. Liga

Wolfsburg.  Die U17 der Grizzlys ist das Flaggschiff im Wolfsburger Eishockey-Nachwuchs, der sich aktuell in Form für die Saison bringt.

Michal Nemecek (rechts) und die U17 der Grizzlys streben den Klassenerhalt an.

Michal Nemecek (rechts) und die U17 der Grizzlys streben den Klassenerhalt an.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Das Flaggschiff des Wolfsburger Nachwuchs-Eishockeys steht vor der größten Herausforderung der Vereinsgeschichte. Die U17 der Young Grizzlys startet erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse. Zum Vorbereitungsstart absolviert der Aufsteiger bereits am Freitag von 19.30 Uhr an einen ersten Test gegen den Zweitligisten EJ Kassel in der Eis-Arena. Aber auch die anderen Teams des Klubs ackern bereits für die bevorstehende Saison.

Nach dem großartigen Aufstieg gab es Spieler- und Trainerwechsel bei der U17. Erfolgscoach Andreas Henkel wechselte auf persönlichen Wunsch zur U11. Den neuen Erst-Divisionisten coacht indes künftig Nachwuchskoordinator Roland Flöss. Der hatte die U17 einst bei seinem Amtsantritt übernommen und aufgebaut, musste das Team nach einer Verbandsnovelle aber abgeben, weil er als seinerzeit einziger hauptamtlicher Trainer des Vereins die jüngeren Teams zu betreuen hatte. Nun haben die Grizzlys seit längerem mit Daniel Galonska einen zweiten hauptamtlichen Coach – und Flöss darf wieder oben ran.

Die Gegner in der Division 1, Gruppe Nord, haben es in sich. Die Kölner Junghaie, bei denen die Wolfsburger am 14./15. September mit einem Doppelspieltag starten, die Düsseldorfer EG und die Eisbären Juniors Berlin sieht Flöss als übermächtig und große Favoriten an. Schwer einzuschätzen sei der ESC Dresden. Dahinter folgen Krefeld, Crimmitschau und Iserlohn. Das seien die Gegner, gegen die Flöss auf jeden Fall Punkte holen möchte.

Bis Januar spielt die Liga eine Doppelrunde. Anschließend wechseln die besten drei Teams in eine Verzahnungsrunde mit den drei Besten der Süd-Gruppe. Die Vereine auf den Plätzen 4 bis 8 indes bestreiten eine Einfach-Runde gegeneinander, in der sie wieder mit null Punkten beginnen. Der Letzte muss am Ende in die Relegationsrunde gegen den Meister der Division II Nord. In Hin- und Rückspiel geht es um den letzten freien Platz im Oberhaus für die Spielzeit 2020/2021. „Die Relegation möchte ich gern vermeiden“, sagt Flöss.

Sieben externe Neuzugänge verzeichnet der Trainer im Kader. Torwart Ayko Grewe (zuletzt Adendorf), die Verteidiger Mate Kokai (Ungarn), Alexander Lutzow, Max Schlund (beide Hannover) sowie die Stürmer Albert Schwarzkopf (Weißwasser), Joel Hofmann (Mannheimer ERC) und Leon Kotke (Salzgitter) schlossen sich den Young Grizzlys an. Somit umfasst das Aufgebot 26 Spieler: drei Torhüter, zehn Abwehrspieler und 13 Angreifer. „Mit der Kadergröße bin ich vollauf zufrieden“, sagt Flöss.

Am vergangenen Wochenende absolvierte er mit seiner Mannschaft ein zweitägiges Trainingscamp in der Eis-Arena. Gern würden die Grizzlys-Verantwortlichen dies häufiger anbieten. Aber: „Nun stoßen wir langsam wirklich an unsere Grenzen“, berichtet der Nachwuchskoordinator. Die beengte Platzsituation aufgrund fehlender Kabinen und Funktionsräume sowie die nach wie vor nur eine zur Verfügung stehende Eisfläche begrenzten die Möglichkeiten stark.

Trotzdem behauptet Flöss stolz: „Im Norden haben wir uns mittlerweile im kompletten Nachwuchsbereich einen Vorsprung vor den anderen Vereinen erarbeitet.“ Als positive Folge seien immer mehr Talente von anderen Standorten an einem Wechsel nach Wolfsburg interessiert. Nach WN-Informationen stellt Grizzlys-Hauptsponsor VW mittlerweile ein eigenes Budget für den Nachwuchs zur Verfügung, so dass es finanziell gut aussehen dürfte. Der Aufwärtstrend soll sich schließlich fortsetzen. Neben dem Klassenerhalt der U17 in der Division I wollen die Young Grizzlys 2019/2020 mit der U20 den langersehnten Aufstieg in die DNL II schaffen.

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