Importspieler des TSV Schöppenstedt beeindrucken die Liga

Schöppenstedt.  Der Tischtennis-Bezirksligist führt die Tabelle mit rekordverdächtigen Werten souverän an.

Die Mannschaft des TSV Schöppenstedt ist in der Tischtennis-Bezirksliga bisher nicht annähernd zu schlagen(von links):  Zhahid Abdul, Mauricio Bernales, Maciej Sinicki, Szymon Marcimiak, Marcin Zawazki und Shahid Abdul (es fehlt Teamkapitän Martin John).

Die Mannschaft des TSV Schöppenstedt ist in der Tischtennis-Bezirksliga bisher nicht annähernd zu schlagen(von links):  Zhahid Abdul, Mauricio Bernales, Maciej Sinicki, Szymon Marcimiak, Marcin Zawazki und Shahid Abdul (es fehlt Teamkapitän Martin John).

Foto: TSV / regio-press

Der TSV Schöppenstedt befand sich als beeindruckender Aufsteiger auch in seiner neuen Umgebung auf einem grandiosen Vormarsch. Der Tischtennis-Bezirksligist wickelte sein Programm nicht nur fehlerfrei ab, sondern marschierte mit 12:0 Punkten und einem seltenen Spielverhältnis von 65:7 mit schnellen Schritten in Richtung Bezirksoberliga.

Der ärgste Verfolger – der VfL Salder III – weist bei einem Punktverhältnis von 6:2 gerade einmal ein Plus von zwei im Spielverhältnis gegenüber den Elmstädtern(plus 58) auf. Die Überlegenheit des Spitzenreiters spiegelt sich auch im direkten Vergleich wider. Beim 12:0-Triumph über die Gäste aus der Salzstadt gönnte das Föniger-Sextett dem Staffelzweiten gerade einmal vier Sätze.

So erging es auch dem TSV Mechtshausen (0:12) und dem TSV Lesse sowie dem ESV Wolfenbüttel, die mit 1:11 unter die Räder gerieten. Fast schon achtbar zog sich der TTV Evessen beim 2:10 vor heimischer Kulisse gegen den übermächtigen Titelfavoriten aus der Affäre.

Der Schöppenstedter Siegeszug war aber fast ausschließlich der Verpflichtung des Chilenen Mauricio Bernales und den vier polnischen Spitzenkräften zu verdanken, die regelmäßig zu Einsätzen aus dem Nachbarland anreisten. Daher fragt sich die Szene nach der Finanzierung der Importe. Dabei äußert sich Abteilungsleiter Föniger schmallippig: „Neben den geschäftstüchtigen Brüdern Zhahid und Shahid Abdul gibt es in unserem Verein weitere Gönner.“ Zhahid Abdul überzeugte daneben auch als Spieler mit einer 9:1-Bilanz. Bereits sichtlich unter dem Eindruck der stetig steigenden Infektionszahlen endete die letzte Auseinandersetzung vor dem jüngsten Lockdown zuhause gegen Bezirksoberligaabsteiger VfL Salder mit dem geringsten Sieg (9:3).

„Diese Begegnung fand am 24. Oktober statt. Szymon Marcimiak, Maciej Sinicki und Marcin Zawazki sind allerdings in weiser Voraussicht bereits einen Tag vorher angereist. Am Spieltag wäre die Grenze zu Polendicht gewesen“, blickte TSV-Abteilungsleiter Föniger auf die prekäre Lage zurück und sagte weiter: „Wir haben unseren Spielern bereits frohe Weihnachten gewünscht, da die Saison nach den Vorgaben des Landesverbands Niedersachsen erst frühestens Anfang 2021 fortgesetzt wird.“

Auf der Wunschliste des TSV-Chefs steht vor allem die Wiederaufnahme des Trainings im Dezember. „Ich kann es nicht so richtig nachvollziehen, dass die Turnhallen für den Schulsport geöffnet werden und für uns geschlossen bleiben. Beim Schulsport gibt es zwischen den Kindern einen wesentlich engeren Kontakt als beim Tischtennis. Wir haben stets die Hygienevorschriften akribisch eingehalten und über unsere Maßnahmen auch Listen geführt. Ich befürchte, dass unsere erfolgreiche Nachwuchsförderung Schaden erleidet, wenn die Halle nicht bald wieder geöffnet wird. Sie werden einfach wegbleiben“, befürchtet Föniger und ergänzt: „Erwachsene bleiben eher bei Stande.“

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