„Peinliche Pleite“ für Jahn Schladen

Schladen.  Das Derby in der Handball-Regionsoberliga gewinnt Hornburg 37:25.

Hornburgs Martin Schoel (rot) überrannte den Schladener Spieler Tim Downar förmlich. Diese Szene steht sinnbildlich für die Deckungsarbeit der Hausherren in diesem Derby.

Hornburgs Martin Schoel (rot) überrannte den Schladener Spieler Tim Downar förmlich. Diese Szene steht sinnbildlich für die Deckungsarbeit der Hausherren in diesem Derby.

Foto: Olaf Hahn / regio-press

Es war alles angerichtet. Eine volle Hütte, zwei Mannschaften die Lust auf guten Handball haben und dann kassierten die Hausherren, laut Coach Marcus Wöltje, eine „peinliche Pleite“.

MTV Jahn Schladen – MTV Eintracht Hornburg 25:37 (12:18). Es ist noch gar nicht allzulange her, da spielten die beiden Mannschaften noch in einer Spielgemeinschaft zusammen. Daher hatte dieses Derby eine noch höhere Brisanz, als alle anderen Nachbarschaftsduelle. „Das Spiel hatte einen sehr hohen Stellenwert für uns“, berichtet Schladens Trainer Wöltje. Seine Spieler konnten auch den ersten Treffer des Tages erzielen, aber das sollte auch die einzige Führung der Hausherren an diesem Tag bleiben. Die Tabellenführer aus Hornburg zogen in der Folge immer weiter davon und nutzten die passive Deckungsarbeit der Gastgeber stets aus. „Wir haben hinten einfach nicht zugepackt und so zu viele Gegentreffer kassiert“, analysiert der Schladener Mannschaftsverantwortliche. Mit 12:18 ging es dann in die Pause und in dieser appellierte Wöltje an die Motivation der Spieler, die wegen der vollen Halle hätte bei jedem da sein müssen. Doch auch in diesem Durchgang behielten die Hornburger die Oberhand und spielten Schladen förmlich an die Wand. „Unsere Offensive war gut. Wir sind immer für viele Treffer zu haben, aber unsere Abwehr hat uns das Leben schwer gemacht“, analysiert Wöltje.

Die Schladener Köpfe hingen gegen Ende der Partie immer tiefer und niemand rechnete mehr mit einer Wende, so gewann Hornburg abschießend mit 27:25 und baut den Platz an der Sonne weiter aus. „Für mich war Hornburg heute auf jeden Fall schlagbar. Die waren nicht besser, aber wir haben uns besonders in der Defensive einfach zu blöd angestellt. So steht jetzt eine peinliche Pleite auf unserem Punktekonto.“

Schladen: Heyer – Liebig (1), Einbock, von Cisewski, Stolper (1), Plumeyer, Balschuweit, Fürst (2), Klinke, Schlechtinger (10), Burmeister (5), Cyron, Downar (3), Hermann (3).

Hornburg: Niemeyer – Müller (2), Tappe (3), Schulze (1), Akeston (4), Demmler (7), Stock (2), Creydt (2), Linke (1), Gille (5), Loos, Grünke (3), Bürger, Schoel (7).

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