Lebenstedt. Die Salzgitteraner Zweitliga-Kegler profitieren vom Ergebnis des Nachholspiels zwischen der KSG Kassel und der KV Gelsenkirchen II.

Die Saison der Zweitliga-Kegler des TSV Salzgitter verlängert sich um vier weitere Spieltage. Seit Samstagabend steht endgültig fest, dass die Mannschaft von der Lebenstedter Neißestraße den Sprung in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga doch noch geschafft hat. Grund ist die 1:2-Niederlage der KV Gelsenkirchen II bei der KSG Kassel im Nachholspiel des vorletzten Spieltags.

Durch diese Niederlage zogen die Gelsenkirchener zwar nach Punkten mit dem TSV in der Tabelle gleich (29), blieben aber aufgrund der weniger erspielten Unterwertungspunkte (709:718) hinter den Salzgitteranern. Die Lebenstedter haben es damit nach einem katastrophalen Saisonstart tatsächlich noch auf Platz 4 der Tabelle geschafft und dürfen sich nun mit dem SK Kamp-Lintfort, dem SKC Langenfeld/Paffrath und dem SC Reckenfeld in den Play-offs messen.

TSV Salzgitter hat die schlechteste Ausgangslage in den Play-offs und das erste Heimspiel

Zu verdanken haben die TSV-Spieler um Sportwart Jörg Brandenburg den Platz in der Aufstiegsrunde vor allem dem Kasseler Dirk Westemeier. Dieser spielte im letzten Block des Nachholspiels zwischen Kassel und Gelsenkirchen starke 839 Holz und sicherte sich damit die 12 Punkte aus der Spielerwertung. Da auch sein Kollege Mark Neumayer mit 775/9 über die Vorgaben der Gelsenkirchener Dennis Netzel und Michael Pahsen (beide 748) blieb, drehten die Hausherren den Rückstand von 81 Holz in ein 4591:4554. Die Partie war Ende Januar aufgrund eines Stromausfalls nach zwei Blöcken abgebrochen worden. Bei einem durchaus möglich 3:0-Auswärtssieg wäre die KV Gelsenkirchen II anstatt des TSV Salzgitter in die Aufstiegsrunde eingezogen.

In die Play-offs gehen die Salzgitteraner nun als Underdog in die vier Spieltage, die jeweils bei einem der Teilnehmer ausgetragen werden. Erster Gastgeber wird der TSV am kommenden Samstag, 17. Februar, ab 12 Uhr sein. Eine Woche später, am 24. Februar, geht der Tross in Reckenfeld auf die Bahnen, ehe es am 2. März in Langenfeld weiter geht und es am 9. März in Kamp-Lintfort zur Entscheidung kommt. Der TSV geht mit einem Punkt auf dem Konto in die Partien, bei denen jede Mannschaft jeweils einen Spieler im direkten Vergleich mit den Konkurrenten auf die Bahnen schickt. Reckenfeld als Drittplatzierter der regulären Saison hat zwei Zähler mitgenommen, Langenfeld-Paffrath steht bei drei Punkten und Kamp-Lintfort hat mit vier Punkten die beste Ausgangslage. Die siegreiche Mannschaft eines Spieltags erhält vier Zähler und die dahinterliegenden jeweils einen Punkt weniger.