Sande. Die Salzgitteraner liegen in Sande schnell mit 0:3 zurück und kassieren nach sechs Siegen in Folge wieder eine Niederlage.

Die Erfolgsserie der Salzgitter Icefighters in der Eishockey-Regionalliga Nord ist gerissen. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge setzte es für das Team von Trainer Radek Vit eine 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)-Niederlage beim Tabellendritten ECW Sande. Dabei kostete den Gästen eine verschlafene Anfangsphase einen möglichen Punktgewinn.

Gerade einmal 6:40 Minuten waren in Sande gespielt, da war die Partie im Grunde schon gelaufen. Zweimal Marian Dejdar (1., 5.), und Artjoms Tretjakovs (7.) hatten die Gastgeber schnell mit 3:0 in Front gebracht. „Wir waren in den ersten Minuten nicht wirklich auf dem Feld. Sande ist eine spielstarke Mannschaft, wenn diese Jungs einen halben Meter Platz bekommen, nutzen sie diesen gnadenlos aus. In den ersten sieben Minuten haben wir ihnen diesen Platz gegeben“, erklärte Icefighters-Betreuer Ralf Friedrich nach der Partie und ergänzte: „Da musst du körperlich dagegen halten und nicht schönspielen.“

Salzgitter Icefighters müssen in Sande auf drei wichtige Spieler verzichten

In der Folge fingen sich die Gäste und es entstand ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Icefighters durchaus Chancen hatten, um mehr Tore zu erzielen als die beiden Treffer durch Ales Kosnar (15., 55.). „Leider bleibt es das Problem in dieser Saison, dass wir die Möglichkeiten nicht reinmachen. Wenn es mal im ersten Versuch nicht klappt, müssen wir halt mal den Rebound verwerten, aber das gelingt uns einfach nicht“, so Friedrich. Dass die weiteren beiden Treffer jeweils in Unterzahl kassiert wurden, ist ein Zeichen dafür, dass die Icefighters auch mit Topteams wie Sande mithalten können. Aus dem Spiel 5 gegen 5 heraus gelang den Hausherren nämlich kein Torerfolg mehr.

„Wir haben dann einfach besser verteidigt und die dreckige Arbeit vor dem eigenen Tor besser erledigt“, so Friedrich. Doch die Hypothek aus der verschlafenen Anfangsphase wog zu schwer. Hinzu kam, dass die Salzgitteraner mit lediglich 15 Spielern an die Nordseeküste gereist waren. Niels Hilgenberg, Jakob Ceglarski und Kapitän Thomas Pape fehlten allesamt krankheitsbedingt. „Das sind natürlich wichtige Stützen, die uns da weggebrochen sind, eine Ausrede für solch einen Spielstart darf das aber auf keinen Fall sein“, wird Friedrich deutlich. „Wir haben mal wieder gesehen, dass du in dieser Liga 60 Minuten voll konzentriert zur Sache gehen musst, wenn du Erfolg haben willst. Wir hatten es nun schon häufiger, dass uns diese Konzentration in der Schlussphase fehlte, diesmal war es zu Beginn.“

Tore: 1:0, 2:0 Dejar (1., 5.), 3:0 Tretjakovs (7.), 3:1 Kosnar (15.), 4:1 Tretjakovs (38., in 5:4-ÜZ), 5:1 Bombis (47., in 5:4-ÜZ), 5:2 Kosnar (55.).

Icefighters: Korff, Schoch – Kraßmann, Baumgardt, Kanak, Starkowski, Mühlpointner, Löwing – Kosnar, Bahr, Brozek, Friedrich, Rötsch, Khelemendyk, Beslé, Oberrauch, Polacik.

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