Lockerung: Sporthallen können wieder genutzt werden

Salzgitter.  Die Regelung tritt in Niedersachsen ab Montag in Kraft. In Salzgitter soll es zum Ende der Woche wieder los gehen. Vereine basteln an Konzepten.

Badminton ist in Zeiten von Corona nur im Einzel möglich. Die Spieler müssen sich bei einem Trainings-Re-Start an viele Regeln halten.

Badminton ist in Zeiten von Corona nur im Einzel möglich. Die Spieler müssen sich bei einem Trainings-Re-Start an viele Regeln halten.

Foto: Privat

Gute Nachrichten für alle Amateursportler in Salzgitter: Ab Montag dürfen die Sporthallen in Niedersachsen wieder genutzt werden. Dies hat Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, am Mittwoch auf der Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs verkündet. Demnach dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nach den Outdoor- nun auch die Indoor-Sportarten ihren Trainingsbetrieb wieder aufnehmen.

Für die Bäder, Sport und Freizeit GmbH (BSF), die in Salzgitter für die Hallenbelegung zuständig ist, kam die Nachricht kurz vor dem Feiertag überraschend. „Eigentlich sollte nach dem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung ab Montag lediglich darüber diskutiert werden, ob in der nächsten Phase der Lockerungen auch Sporthallen wieder genutzt werden dürfen“, erklärt BSF-Geschäftsführer Dirk Bremermann. Nun kommen die Hallenöffnungen also schon in Stufe drei, die am Montag, 25. Mai, in Kraft tritt.

In Salzgitter wird dieser Plan der Landesregierung nicht sofort umgesetzt werden können, stellt Bremermann klar: „Ich gehe davon aus, dass wir in der Stadt frühestens zum Ende der kommenden Woche die ersten Mannschaften in den Sporthallen sehen werden.“ Die neue Verordnung sei an bestimmte Bedingungen geknüpft, die es jetzt erst einmal zu prüfen gelte.

Dabei sei die BSF auch auf die Mithilfe der Sportler angewiesen. „Die Vereine müssen uns ein Trainingskonzept vorlegen, in dem genau aufgelistet ist, wie sie die Abstands- und Hygieneregeln einhalten wollen“, so Bremermann. Denn ähnlich wie bei den Outdoorsportarten, die bereits seit dem 6. Mai wieder trainieren dürfen, muss auch in der Halle zum Beispiel der Abstand von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden, damit das Ansteckungsrisiko minimiert wird. Genauso werden Umkleide- und Duschräume gesperrt bleiben und die Athleten müssen in Sportkleidung und allein zur Trainingsstätte kommen.

Sportfreunde wollen schnell zurück aufs Badmintonfeld

Bei den Badmintonspielern des SC Salzgitter Sportfreunde (SCS) ist solch ein Konzept bereits in Arbeit. „Wir wollen so schnell wie möglich zurück in die Halle und mit dem Training beginnen“, erklärt Abteilungsleiter Jürgen Seide. Um die Richtlinien einzuhalten, wollen sich die Sportfreunde am Konzept des Deutschen Badmintonverbandes (DBV) orientieren. Dies sieht unter anderem lediglich Einzeltraining in kleinen Gruppen vor, die vorher bestimmt werden müssen. „Jetzt muss sich nur noch eine Gruppe finden, die die vorbereitenden Tätigkeiten durchführt sowie die Organisation in der Halle übernimmt, um für die Einhaltung der Auflagen zu sorgen. Außerdem muss noch eine Prozedur definiert werden, wie die Feldbelegung zu welcher Uhrzeit organisiert wird“, so Seide, der sich am Montag mit seinen Vorstandskollegen beraten will und gleichzeitig feststellt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in der kommenden Woche schon trainieren können. Der organisatorische Aufwand im Vorfeld ist enorm.“

Handballer warten nur noch auf das „Go“ der Stadt

Auch die Handballer des FC Viktoria Thiede stehen in den Startlöchern und warten auf Infos der Stadt. „Ein Konzept wird gerade erarbeitet“, erklärt Viktoria-Trainer Andreas Wichmann. Dies sieht auf jeden Fall Training in Kleingruppen vor. Solange jedoch noch kein offizielles „Go“ der Behörden vorliege, wolle Wichmann mit seinem Team weiter auf dem Sportplatz neben der Thieder Halle trainieren. „Aktuell mache ich draußen verschiedene Lauftests, die ich dann in der Mitte und am Ende der Vorbereitung wiederholen werde, um die Entwicklung in der Vorbereitung zu sehen“, erklärt der Trainer. Wenn die Halle für die Thieder Handballer geöffnet wird, dann soll bis zu den Sommerferien unter dem Dach trainiert werden. „Danach geht es für die Saisonvorbereitung wieder raus“, so Wichmann.

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