Rosenthal. Die Steeldarter der Falken unterliegen den Lumberjacks aus Salzgitter-Bad mit 2:10. Landesliga-Titelgewinn steht weiter im Fokus.

Zwei Zweitligisten hatten die Steeldarter des SV Falke Rosenthal im Landespokal bereits eliminiert, doch diese Mannschaft war nun eine Nummer zu groß. Den Lumberjacks aus Salzgitter-Bad, die in der Bundesliga Nord auf Rang 4 stehen und noch um einen Platz in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft kämpfen, unterlag Peines ranghöchste Mannschaft nun deutlich mit 2:10. Traurige Gesichter suchte man im Sporthaus der Falken trotzdem vergeblich: „Wir hatten mit 40, 50 Leuten eine volle Hütte und eine tolle Stimmung – das alles macht Lust auf mehr. Deshalb wollen wir gerne weiter nach oben“, erklärt Spieler Daniel Pannwitz, der mit seinem Team kurz vor dem Aufstieg in die Niedersachsenliga (3. Liga) steht.

Die Kaltschnäuzigkeit ist bei einem Bundesligisten noch einmal etwas ganz anderes. Auf die Doppel war der Gegner sehr, sehr stabil.
Daniel Pannwitz - Steeldarter des SV Falke Rosenthal

Nach ihren vorherigen Überraschungen in Seesen und Munster hatten sich die Falken auch gegen den Bundesligisten etwas ausgerechnet. Die Gäste machten jedoch schnell klar, dass kein Weg an einem Auswärtssieg vorbeiführen würde. Bereits nach den Einzeln stand es 6:2 für die Salzgitteraner Südstädter. „Die Kaltschnäuzigkeit ist bei einem Bundesligisten noch einmal etwas ganz anderes“, sagt Pannwitz und erklärt: „Auf die Doppel war der Gegner sehr, sehr stabil.“ Und auch im Scoring ist es schwierig, den Lumberjacks etwas vorzumachen. „Die haben zehn, elf Spieler im Kader, die alle ein richtig gutes Niveau haben. Selbst wenn sie keinen guten Tag haben, werfen sie einen Schnitt von 70 Punkten – mit unserer Liga ist das nicht vergleichbar.“

Zwei Rosenthaler schnappen sich einen Einzelpunkt gegen die Lumberjacks

Trotzdem gelang es zwei Falken, ihre Gegenspieler zu ärgern. Parallel gingen Michael Schönheit und Daniel Pannwitz an die Boards und setzten sich nach Rückstand durch. „Meine letzten Matches in der Liga waren alle nicht so gut. Deshalb habe ich mir gedacht: Du hast doch nichts zu verlieren“, erläutert Pannwitz, für den es im ersten Leg schon gut lief. Trotzdem startete der Rosenthaler mit einem 0:1-Rückstand. „Danach hat es dann einfach funktioniert“, freute sich der Falke, der noch mit 3:1 siegte. Bei Teamkollege Michael Schönheit soll es im Einzel ein ganz schöner Krimi gewesen sein. „Beide hatten ein paar Probleme auf die Doppel“, berichtet Pannwitz – letztlich setzte sich der Rosenthaler Spieler aber nach 1:2-Rückstand noch durch. Nichts Zählbares gab es für Marko Aschemann (0:3), Sascha Busse, Paul Goyer, Peter Biallas und Oliver Sablin (alle 1:3) sowie Manuel Bollak (2:3).

In den Doppeln machten die Salzgitteraner dann kurzen Prozess. „Sie haben die starken Doppel gleich nach vorne gestellt“, erklärte Pannwitz. Letztlich entschied der Bundesligist alle Partien für sich und trug den 10:2-Erfolg nach Hause. „Wir hätten es gerne etwas enger gestaltet“, unterstreicht der Rosenthaler, der sich mit seinem Team nun auf den Titelgewinn in der Landesliga fokussiert. In zwei Wochen können die Falken alles klar machen.