Verden. Die Triple Bulls schnuppern in der Landesliga zumindest an einer Überraschung. Rosenthal schließt Hinrunde mit nichts als Siegen ab.

Es war ein echtes Derbygefühl zu vernehmen, als die Steeldarter des SV Falke Rosenthal und des MTV Ölsburg in der Landesliga aufeinander trafen – dabei fand dieses Duell nicht einmal im Landkreis Peine statt. Etwa 120 Kilometer entfernt in Döhlbergen bei Verden an der Aller ging dieses Spiel der beiden besten Peiner Teams über die Bühne. Und die Triple Bulls aus Ölsburg schnupperten gegen den Titelfavoriten aus Rosenthal sogar an einer Überraschung. Letztlich setzten sich die Falken aber durch und machten damit an diesem Spieltag, an dem beide Teams den Gastgeber, die Dart Dragons, bezwangen, die makellose Hinrunde perfekt.

Landesliga 2

Dart Dragons Verden – Falke Rosenthal 2:10 (14:32 Legs). Wegen zweier Ausfälle im Team reisten die Falken nur zu fünft an, entschieden die Partie gegen das Schlusslicht aber trotzdem souverän für sich. Den 0:1-Rückstand durch das abgeschenkte Einzel egalisierte Paul Goyer zügig mit einem 83,5er-Average – 14er- und 16er-Shortgame inklusive. Auch die weiteren Einzel verbuchten die Rosenthaler, wobei sich Manuel Bollak und Sascha Busse bei ihren 3:2-Siegen etwas mehr strecken mussten. Von den sechs Doppeln entschieden die Gäste fünf für sich. „Hervorzuheben war das Doppel Busse/Goyer“, erklärte Spieler Daniel Pannwitz. Das Duo zauberte einen 86er-Average ans Board und spielte drei Shortgames (16, 18, 18).

Nachdem wir nur eines der ersten drei Doppel gewinnen konnten, stand es auf einmal nur noch 5:4 für uns – und es lag kurzzeitig eine Überraschung in der Luft.
Daniel Pannwitz, Spieler des SV Falke Rosenthal

Falke Rosenthal – Triple Bulls Ölsburg 8:4 (28:15 Legs). So sehr hat den souveränen Tabellenführer bisher noch kein Landesliga-Team gekitzelt: 8:4 ist der knappste Sieg der Falken in der laufenden Saison. Erneut musste das Team ein Einzel abschenken, ehe Paul Goyer (3:1 gegen Dominik Krüger), Manuel Bollak (3:0 gegen Sven Stahr), Sascha Busse (3:0 gegen Mathias Grimpe) und Daniel Pannwitz (3:0 gegen Dennis Nothnagel) dennoch für einen Sieg in der Einzeldisziplin sorgten. Einzig Ölsburgs Uwe Nordmeyer (3:1 gegen Michael Schönheit) konnte den Falken ein Bein stellen. Geschlagen waren die Triple Bulls deshalb noch lange nicht.

Rosenthals Daniel Pannwitz berichtet: „Nachdem wir nur eines der ersten drei Doppel gewinnen konnten, stand es auf einmal nur noch 5:4 für uns – und es lag kurzzeitig eine Überraschung in der Luft. Nach kurzem Schütteln fanden wir aber schnell wieder zum gewohnten Spiel – in den letzten drei Doppeln ließen wir die Ölsburger nur noch zwei Leg-Erfolge mitnehmen.“ Im abschließenden Doppel der Ölsburger Sven Stahr und Heinz-Dieter Mrasek gab es noch die Chance zu weiterer Ergebniskosmetik. Doch nach 2:0-Führung ließ sich das Duo noch von Daniel Pannwitz und Michael Schönheit abfangen. „Letztlich war es das gerechte Ergebnis“, urteilte Triple-Bulls-Kapitän Stahr. „Wir haben versucht, Rosenthal zu fordern. Es war ein spannendes Spiel.“ Am Rande: Den Ölsburgern gelangen zumindest mehr 180er (2:1).

Doppel ist unsere Stärke. Weil es in diesem Modus ein anderer Rhythmus ist, ist es schwieriger, die Konzentration zu halten – das können wir aber.
Sven Stahr, Kapitän der Ölsburger Darter

Triple Bulls Ölsburg – Dart Dragons Verden 8:4 (27:13 Legs). „Zum Start haben wir uns schwer getan“, erklärte Sven Stahr mit Blick auf die ausgeglichene 3:3-Bilanz in den Einzeln – Dominik Krüger, Uwe Nordmeyer und Heinz-Dieter Mrasek gewannen jeweils mit 3:0. „Verden hat gegen uns echt gut gecheckt, da haben wir gesehen, wie gut das Team ist. Vom Tabellenletzten mit null Punkten haben wir nicht so viel Gegenwehr erwartet. Nach dem guten Spiel zuvor waren wir sehr selbstsicher, weshalb der Fokus vielleicht nicht ganz da war“, analysierte der Ölsburger Kapitän. Umso glücklicher war, dass sich sein Team in den Doppeln gefangen und das Spiel mit fünf erfolgreichen Sets für sich entschieden hat. „Doppel ist unsere Stärke“, sagte Stahr und erklärte: „Weil es in diesem Modus ein anderer Rhythmus ist, ist es schwieriger, die Konzentration zu halten – das können wir aber.“

Falke Rosenthal ist in diesem Jahr noch im Landespokal gefordert

So geht es weiter: Der nächste Spieltag für die beiden Landesligisten steht erst im neuen Jahr auf dem Programm. Am 13. Januar 2024 haben die Ölsburger ein Heimspiel im Vereinsheim in Groß Bülten, während Rosenthal für zwei Spiele nach Gnarrenburg reist. Die Falken sind sogar in diesem Jahr noch einmal gefordert: Im Landespokal reist der Spitzenreiter am Samstag, 16. Dezember, zum Zweitligisten Eintracht Munster. „Wir werden alles für eine Überraschung geben“, sagt Daniel Pannwitz. Bereits in der Runde zuvor hatten die Falken mit dem MTV Seesen ein Team aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse eliminiert.

Verbandsliga 2

Wacker Wense Ersewölfe – Dart Devils Drochtersen 5:7 (22:26 Legs). Die Wenser waren optimistisch in den Heimspieltag gestartet, peilten drei Punkte gegen die Konkurrenten an. Allerdings setzte es gegen die Teufel aus Drochtersen eine knappe Niederlage. Nach 3:3 in den Einzeln machten die Ersewölfe im Doppel die leicht schlechtere Figur. „Eine verdiente Punkteteilung oder ein möglicher Sieg machten zwei Doppelniederlagen im Entscheidungsleg zunichte“, bedauerte der Abteilungsleiter Andreas Hecht.

DC GoIn Uslar – Wacker Wense Ersewölfe 3:9 (20:28 Legs). Konzentriert und mit etwas Frust im Bauch gingen die Wenser das zweite Spiel an und erspielten sich in den Einzeln selbstbewusst eine 4:2-Führung. Und dieses Mal lag das Decider-Glück in den Doppeln aufseiten des Gastgebers. Drei ihrer fünf gewonnenen Spiele entschieden die Ersewölfe mit 3:2 für sich. Wenses bester Spieler des Abends war Andreas Neumann, der sich mit zwei 17er-Lowdartern und einem 110er-Finish in die Bestenliste eintrug. Tom Gavenat war ebenfalls gut aufgelegt, checkte einmal 107 Punkte.