Woltwiesche. Bei den Meisterschaften in Woltwiesche glänzt das Tischtennis-Talent aus Woltorf und qualifiziert sich für die Landestitelkämpfe.

Medaillen zuhauf sammelten die Starter des Kreisverbands Peine bei den Tischtennis-Bezirksmeisterschaften des Nachwuchses in der Gemeindesporthalle Woltwiesche. Unter der Federführung des SV Viktoria wetteiferten 197 Mädchen und Jungen in den Altersklassen (AK) 11 bis 19 an zwei Tagen um Meriten und Fahrkarten zu den Landesmeisterschaften. Besonders erfolgreich agierte Sofia Hoppenworth vom VfL Woltorf, die als 11-Jährige in der AK 13 und 15 für Furore sorgte und insgesamt vier Podestplätze belegte. Sie darf bei den Landesmeisterschaften in Helmstedt (9. Dezember, AK 15) und Hannover (27. Januar, AK 13) an den Start gehen.

Sie spielen beide auf gleichem Niveau und kennen sich aus früheren Begegnungen. Zuletzt hatte Sofia die Nase mit 3:0 vorn.
Jan Hoppenworth über das Finalduell seiner Tochter Sofia in der Altersklasse 13

In Woltwiesche gönnte sie in der Gruppenphase der AK 13 ihren Kontrahentinnen nicht einen Satzgewinn. Leicht ins Schlingern geriet ihr Vorwärtsdrang im Viertelfinale, als die Woltorferin erst im Entscheidungssatz wieder die Regie mit 11:3 übernahm. In der Folge zog Sofia Hoppenworth souverän mit einem 3:0-Erfolg ins Finale ein, wo sie an der topgesetzten Fiona Freckmann (Bovender SV) in vier knappen Sätzen scheiterte. „Sie spielen beide auf gleichem Niveau und kennen sich aus früheren Begegnungen. Zuletzt hatte Sofia die Nase mit 3:0 vorn“, erinnerte sich Jan Hoppenworth. Ein zu großes Hindernis bildete Fiona Freckmann auch in der Vorschlussrunde der Doppelkonkurrenz, wo sich die junge Woltorferin mit ihrer Partnerin Cristin Ihsen (TSG Bad Harzburg) mit Bronze begnügen musste.

Bronze gab es für Sofia Hoppenworth am Folgetag auch im Feld der AK 15. Dort musste sie sich im Halbfinale mit 11:6, 14:16, 9:11 und 9:11 geschlagen geben. „Das war extrem eng. In der Gruppe hatte sie gegen diese Gegnerin noch 3:0 gewonnen“, blickte Jan Hoppenworth zurück. Grund zur Freude hatte die junge Tischtennisspielerin über ihre spätere Goldmedaille, die sie an der Seite von Anna Rodenbach (ASC Göttingen) kampflos gewann, weil eine Finalistin über Bauchkrämpfe klagte.

Len Hoppenworth hat im Einzel der AK 15 Pech mit der Auslosung

Das Tischtennis-Gen haben Jan und Inga Hoppenworth nicht nur Sofia weitervererbt, sondern auch an ihren Bruder Len (14), der in der Altersklasse 15 Doppel-Bronze mit Mats Söder (TTC Berkum) gewann. Len Hoppenworth (SV Arminia Vechelde) verkaufte sich auch im Einzel teuer, wo er im Viertelfinale dem späteren Sieger Yannik Wilamowski vom Verbandsligisten SSV Neuhaus über weite Strecken Paroli bot. „Schade, Len hatte Pech bei der Auslosung. Jeden anderen hätte er schlagen können“, bedauerte dessen Vater.

Die Talentförderung des VfL Woltorf trägt noch weitere Früchte. Jule Samborski präsentierte sich in der AK 11 leistungsstark und erteilte nicht nur ihren Gruppengegnern Lehrstunden, sondern überwand in der Finalrunde mehrere Gegnerinnen mental gefestigt bis zum Endspiel. Dort fehlte ihr gegen Amelie Kracht im Entscheidungssatz beim 9:11 jedoch das nötige Glück. Auch im Doppel scheiterte Samborski an der Spielerin der SG Rhume. In der gleichen Altersklasse freute sich Hongyi Lu (Viktoria Woltwiesche) über seine beiden Bronzeplaketten im Einzel und Doppel.