Bortfeld. Die SG Zweidorf/Bortfeld verliert in der Landesliga gegen Nachbar HSG Nord Edemissen/Uetze. Nun steht ein „Hammerspiel“ an.

Die Handballer der SG Zweidorf/Bortfeld warten in der Landesliga Ost weiter auf ihren ersten Heimsieg. Auch gegen die HSG Nord Edemissen/Uetze verließen die Drachen das Parkett in der eigenen Sporthalle nicht als Sieger: Das Peiner Kreisderby verloren sie mit 25:29 (11:13). Auch einen Tag nach dem Spiel war Spielgemeinschaftsleiter Sigurt Grobe noch angefressen. Schließlich war die Chance zum Sieg da – sein Team wusste diese nur einfach nicht zu nutzen. „Ich dachte, dass wir schon weiter wären, weil wir schon ganz andere, viel bessere Spiele gezeigt haben. Das waren zwei verschenkte Punkte“, haderte Grobe.

Wir nehmen uns einfach schlechte Wurfpositionen, suchen uns immer den Größten in der gegnerischen Abwehr und wollen noch über ihn hinweg werfen.
Sigurt Grobe, Leiter der SG Zweidorf/Bortfeld

Das Hauptmanko seien die getroffenen Entscheidungen in der Offensive gewesen. „Wir nehmen uns einfach schlechte Wurfpositionen“, meckerte Sigurt Grobe, der exemplarisch sagte: „Wir suchen uns immer den Größten in der gegnerischen Abwehr und wollen noch über ihn hinweg werfen. Wir müssen auch mal einen Angriff abbrechen und schauen, dass wir eine Lücke finden.“ Und weil in der Abwehr zu Beginn des Spiels auch nicht alles reibungslos verlaufen sei, lagen die Drachen nach 15 Minuten mit 5:10 hinten. „Da darf man sich dann nicht drüber wundern“, erklärte Grobe.

Nils Zakravsky (rotes Trikot) und die Drachen warten weiter auf den ersten Heimsieg der Saison.
Nils Zakravsky (rotes Trikot) und die Drachen warten weiter auf den ersten Heimsieg der Saison. © regios24 | Henrik Bode

Gute Phase: SG Zweidorf/Bortfeld verpasst es aber, das Spiel zu drehen

Doch fortan lief es besser für die Bortfelder, die bis zur Pause lediglich noch drei Gegentreffer der Edemisser zuließen. Und trotzdem: Für die Drachen ging es mit einem Rückstand in die Pause (11:13). „Ab der 15. Minute hatten wir eigentlich alles im Griff. Aber wir versäumen es wieder, die Tore zu machen. In dieser Phase müssen wir das Spiel drehen“, haderte Sigurt Grobe und fügte hinzu: „Stattdessen laufen wir dann nach der Pause wieder hinterher – das nervt die Spieler innerlich natürlich total.“

Immerhin bis zum 17:17 in der 42. Minute hielten die Drachen den Anschluss, ehe sich die Peiner Nordkreisler nach und nach wieder absetzten. Große Probleme hatten die Hausherren vor allem am Kreis und mit der linken Angriffsseite der HSG Nord, die seit etwas mehr als einem Jahr gemeinsam mit dem VfL Uetze am Spielbetrieb teilnimmt. Über 19:17 (44.) und 25:21 (52.) verwalteten die Edemisser ihre Führung bis zur Schlusssirene. „Wir haben zwar nicht aufgegeben, sind aber auch nicht mehr so richtig rangekommen. Beim 25:27 mussten wir dann hinten aufmachen“, berichtete Sigurt Grobe.

Niklas Rauls und die HSG Nord Edemissen/Uetze feierte in der Drachenhöhle den vierten Saisonsieg.
Niklas Rauls und die HSG Nord Edemissen/Uetze feierte in der Drachenhöhle den vierten Saisonsieg. © regios24 | Henrik Bode

Auf die Drachen wartet nun der Tabellenführer-Bezwinger

Die Edemisser liegen nach ihrem vierten Saisonsieg im siebten Spiel auf dem fünften Platz und damit auf einem der Ränge, die am Ende der Saison aufgrund der Ligareform zum Aufrücken in die Verbandsliga berechtigen. Das ist auch das ausgewiesene Ziel der Drachen, die aktuell auf Rang 8 aber zwei Plätze dahinter stehen. Durch die Niederlage musste die SG Zweidorf/Bortfeld den MTV Eyendorf vorbeiziehen lassen, der am kommenden Samstag (19.15 Uhr) ihr nächster Gegner sein wird. „Das wird ein Hammerspiel für uns“, prophezeit Sigurt Grobe mit Blick auf das vergangene Spiel des Verbandsliga-Absteigers. Dem Tabellenführer HV Lüneburg, die laut dem SG-Leiter „eindeutig spielstärkste Mannschaft der Liga“, brachten die Eyendorfer ihre erst Niederlage bei: eine empfindliche 24:15-Klatsche. „Nur 15 Gegentore ist der Wahnsinn, gegen ein Team das zuletzt im Schnitt immer 30 Tore gemacht hat“, erklärt Grobe.

SG Zweidorf/Bortfeld: Naujoks, Georgi – Schröder 6 Tore, Pullner 5, Brümmer 3, Hoinza 2, Roske 2, Waltermann 2, Zakravsky 2, Hagemeier 1, Brase 1, Schultz 1.
HSG Nord Edemissen/Uetze: Arlt, Zeinart – L. Rauls 7, Benefeldt 6, Planitz 4, Zawade 3, N. Rauls 3, Lackinger 3, Jo. Wietfeld 2, Funk 1, Streit, Zerter, Ja. Wietfeld, Behm.