Peine. Die Peiner Oberliga-Handballerinnen kommen gegen den MTV Rosdorf nie in Fahrt und verlieren mit 25:35.

Das hatten sie sich wahrlich anders vorgestellt: Statt des erhofften Heimsiegs über den MTV Rosdorf gab es tiefe Ernüchterung bei den Oberliga-Handballerinnen des MTV Vater Jahn Peine. Die Gäste aus dem Raum Göttingen entführten mit einem 35:25 (17:15)-Erfolg ohne Probleme beide Punkte aus der Fuhsestadt. „Unter dem Strich ist unsere Niederlage verdient deutlich ausgefallen“, konstatierte anschließend Jahn-Trainer Daniel Reckel.

Dem Trainerduo des MTV Vater Jahn Peine gehen das Personal und die Ideen aus

Es war eine Partie, die aus personeller Sicht für die Peinerinnen von Beginn an unter keinem guten Stern gestanden hatte. Einige Stammkräfte fehlten, andere waren angeschlagen oder nicht in Form. Die reaktivierte Christina Wählisch sowie Leonie und Lara Engler aus der zweiten Mannschaft halfen aus, um dem Peiner Kader einigermaßen Tiefe zu geben. Reckel und sein Co-Trainer Christopher Fock waren während der kompletten 60 Minuten gedanklich damit beschäftigt, ihre Formation dem Spielverlauf taktisch und personell anzupassen. Es war die reinste Sisyphusarbeit, denn da auch die ein oder andere Stammkraft nicht zu ihrer gewohnten Form fand, gingen dem Trainer-Duo irgendwann die Ideen aus.

Die Rosdorferinnen haben uns schnelle, einfache Gegentore eingeschenkt. Sie waren nicht überragend besser, aber sie haben besser getroffen als wir.
Daniel Reckel, Trainer des MTV Vater Jahn Peine, nach der 25:35-Niederlage seiner Mannschaft

Rosdorf gehörte an diesem Tag sicher nicht zu den unschlagbaren Teams. Die Gäste spielten ihren Stiefel herunter, warteten geduldig auf Peiner Patzer und nutzten diese zu ihren Gunsten. Das wurde unmittelbar nach dem Seitenwechsel besonders deutlich, als die Peinerinnen mit einem Negativlauf von 2:7 Toren mit 17:24 (40. Minute) ins Hintertreffen gerieten. „Rosdorf war einfach clever“, sagte Reckel. „Die haben uns schnelle, einfache Gegentore eingeschenkt.“ Die Gäste seien „nicht überragend besser“ gewesen, „aber sie haben besser getroffen als wir.“ Seiner Mannschaft habe es vor allem an Präsenz in den Zweikämpfen als auch in Sachen Durchschlagskraft gefehlt. Und irgendwann schwand auch die Überzeugung, dem Spiel noch eine späte Wende geben zu können.

Den Peinerinnen bleibt nun eine Woche Zeit, sich zu schütteln und zu sortieren. Dann geht es auswärts gegen das noch punktlose Schlusslicht HSG Schaumburg Nord weiter. Dort ist ein Sieg Pflicht. Das weiß auch Reckel, der aber auch sagt: „Wir sehnen die Weihnachtspause herbei, damit wir uns sammeln und neue Kräfte für die Rückrunde bündeln können.“

Vater Jahn: Kilsbach, Lange – Wattenberg 3, Temme 5, Wottschel 8, Bleyer 3, Wählisch 1, Lara Engler, Bergmann 1, Hüsing 1, Fust 3, Leonie Engler,