Vechelde. Die Vechelder Reserve gewinnt in der Bezirksoberliga das Derby und ist zufrieden mit bisherigem Saisonverlauf.

Mit dem längeren Atem entschied der Tabellenzweite SV Arminia Vechelde II das Kreisduell der Tischtennis-Bezirksoberliga gegen den TTC Berkum mit 9:4 zu seinen Gunsten. Allein fünf Einzel verbuchten die Arminen erst in den Entscheidungssätzen auf der Habenseite. Zunächst lief es jedoch für die Berkumer prächtig. Das Duo Fabian Spatz/Benjamin Weiß behauptete sich im Auftaktdoppel, als die Links-Rechts-Kombination in einem dramatischen Schlagabtausch drei Matchbälle abwehrte und mit einem glücklichen Händchen 14:12 die Oberhand über Christian Havekost und Carsten Gruhn behielt. „Das war ärgerlich, weil mein Fehlaufschlag beim 10:8 zu dieser Niederlage beigetragen hat“, bedauerte Gruhn sein Missgeschick. Ins Hintertreffen gerieten die Gastgeber auch durch die 1:3-Schlappe von Claas Vahldiek und Klaus Schwickerath gegen Sascha Henke/Gideon Kohlmann.
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Bei uns hat Dominik [Lambrecht] bessere Trainingspartner als in Ölsburg. Dessen Fortschritte sind nach seinem Wechsel zu uns unübersehbar.
Carsten Gruhn, Kapitän des SV Arminia Vechelde II in der Bezirksoberliga.

Danach übernahmen die mental stabileren Hausherren allerdings die Regie. Besonders nervenstark präsentierten sich die jungen Arminen mit Luca Anders (21) an der Spitze, der nicht nur im Gespann mit Dominik Lambrecht (19) die Zügel im Doppel fest in der linken Hand hielt, sondern auch in den Einzeln weder Lasse Bläsig noch den ansonsten abgeklärten Materialspieler Marco Graeber zur Entfaltung kommen ließ. Nicht weniger gute Noten verdiente sich Lambrecht, der in der Mitte gegen Spatz und Sascha Henke (bislang 9:0-Bilanz) jedoch über die volle Distanz gehen musste. „Bei uns hat Dominik bessere Trainingspartner als in Ölsburg. Dessen Fortschritte sind nach seinem Wechsel zu uns unübersehbar“, erklärte Gruhn.

Spektakulärste Ballwechsel spielen Carsten Gruhn und Benjamin Weiß aus

Der Kapitän freute sich nicht nur über die Entwicklung des Arminen-Youngsters, sondern auch über den wohl spektakulärsten Ball der dreistündigen Begegnung. „Ich habe gegen Benny Weiß im fünften Satz 8:6 geführt und bei einer Vorhandrallye mit einem Hechtsprung noch einen schon verloren geglaubten Ball sehr, sehr glücklich nur noch rollend bei Benny auf den Tisch gebracht“, räumte Gruhn ein. Nicht weniger zu Zitterpartien entwickelten sich die beiden Einzel von Oldie Christian Havekost, der gegen Graeber und Bläsig über die volle Distanz und dort sogar in die Verlängerung gehen musste.
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Insgesamt sind die Arminen mit dem Verlauf der bisherigen Saison mit zwei Siegen und zwei Unentschieden zufrieden. Dabei erinnert Kapitän Gruhn an das glückliche 8:8-Remis gegen den VfL Salder. „Da haben wir schon 4:8 zurückgelegen.“ In diesem Zusammenhang verweist Gruhn auf den Trainingsfleiß seiner Mannschaft. „Nicht nur die Jungen sind ehrgeizig, sondern auch die Älteren. Wir haben uns auch für den 11. November viel vorgenommen, wenn Meisterschaftsfavorit SG Denkte/Atzum zu uns kommt. Die wollen wir ärgern“, verspricht Gruhn.

Niederlagen gegen Salder und Evessen ärgerten Sascha Henke noch mehr

TTC-Chef Sascha Henke kommentierte: „Wir haben zwar einen Tuck zu hoch verloren, aber Arminia war an diesem Tag die bessere Mannschaft. Mich ärgern die Punktverluste gegen den VfL Salder (7:9) und den TTV Evessen (8:8) mehr. Da mussten wir allerdings auf Marco Graeber verzichten.“ Der Berkumer ist aber zuversichtlich, dass sein Team am Freitag (20.15 Uhr) zuhause gegen den TSV Rüningen gewinnen kann. Stattdessen dürfte am Sonntag (11 Uhr) die Luft beim zweiten Titelanwärter Grün-Gelb Braunschweig dünner werden.