Lengede erkämpft einen Last-Minute-Sieg

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Der SV Lengede (schwarz) biss sich in der ersten Halbzeit die Zähne am BSC Acosta aus – im zweiten Durchgang zogen sie dann ihr Spiel auf und drehten einen 0:2-Rückstand in einen Heimsieg

Der SV Lengede (schwarz) biss sich in der ersten Halbzeit die Zähne am BSC Acosta aus – im zweiten Durchgang zogen sie dann ihr Spiel auf und drehten einen 0:2-Rückstand in einen Heimsieg

Foto: Henrik Bode / regio-press

Lengede.  Der SVL legt in der zweiten Halbzeit die richtige Moral an den Tag und darf jubeln.

Es ist ein Sieg mit Signalwirkung: Der SV Lengede feiert einen harterkämpften Heimsieg gegen den BSC Acosta, nach deutlichem Pausenrückstand und schwierigen Startbedingungen. Damit festigt der SVL seinen Stand in der Fußball-Landesliga und bleibt oben dran.

SV Lengede – BSC Acosta 3:2 (0:2). Tore: 0:1/0:2 Pingel (4./26.); 1:2 Folchmann (49.); 2:2 ET Benneckenstein (58.); 3:2 Folchmann (90+5.).

Schlechter hätte der Tag vermutlich nicht starten können. Bereits vor dem Anpfiff des wichtigen Spiels mussten die Trainer hart durchgreifen. Aus disziplinarischen Gründen wurde Vincent Ibe, der eigentlich in der Startelf stehen sollte, auf die Bank gesetzt und Kapitän Klaas Gatermann aus dem Kader gestrichen. Die Stimmung wurde nicht besser, als der Schiedsrichter nach nur vier Minuten auf den Punkt zeigte und einen Elfmeter für Acosta gab. „Dabei stellte sich Christian Lemke, der Klaas in der Innenverteidigung vertreten musste, nicht gut an und verursachte einen unnötigen Elfmeter“, berichtet Coach Kai Olzem. Den Strafstoß verwandelten die Gäste und gingen in Führung. Der SVL hatte anschließend deutlich mehr Spielanteile, kam oft ins letzte Drittel aber verpasste stets die Abschlusschancen. Das Spiel lief nur noch auf ein Tor, aber immer wieder fehlte der letzte Schritt.

Nach 26 Minuten stellten die Gäste den Spielverlauf dann endgültig auf den Kopf. Auf der linken Verteidigungsseite bekommen die Lengeder eine Flanke nicht verteidigt, Florian Wendt trat anschließend über den Ball und Kai Pingel netzte zur 0:2-Führung ein. Nun begannen die Stimmung wieder zu kippen und die Spieler begannen bei Kleinigkeiten zu lamentieren. Mit dem 0:2 ging es die Kabine, in der die Trainer den Anschlusstreffer ansprachen – fällt dieser schnell, würden die Braunschweiger ins Grübeln kommen. Und genau so kam es dann auch. Nach nur vier Minuten holte Yannick Könnecker einen Strafstoß raus, den Justin Folchmann sicher wie eh und je verwandelte. Nun war wieder deutlich mehr Dynamik, Leidenschaft und eine besser Stimmung im Spiel des SVL. „Das 2:2 haben wir uns dann super rausgespielt und Felix Karger schloss aus halblinker Position unhaltbar ab“, berichtet Olzem. Der Schuss wurde allerdings noch abgefälscht und Karger wurde der erste Treffer für seinen neuen Verein verwehrt.

Der BSC Acosta fand in dieser Halbzeit überhaupt nicht mehr statt, beschränkte sich nur noch auf das Verteidigen und Lengede bemerkte, dass mehr als nur ein Punkt möglich war. „Wir haben in der 81. Minute noch mal einen Dreifachwechsel vorgenommen und das System umgestellt.“ Nun drückten die Hausherren auf das dritte Tor, welches dann doch noch in der Nachspielzeit fiel. Einen von Andre Netzer gewonnen Ball spitzelte Könnecker weiter auf Folchmann, der sich an seinen Gegenspielern vorbei dribbelte und eiskalt ins Tor einschob. Der Jubel war groß – legte Lengede doch noch die richtige Moral an den Tag und belohnte sich mit dem Heimsieg dafür. „Solche Siege schmecken am Allerbesten, zumal er auch noch verdient war.“

SVL: Makiela – Karger (81. Netzer), Jatta, Lemke, Wendt (81. Henke), Hussein, Kaya (69. Ibe), Könnecker, Burkutean, Younis (81. Hoffmann), Folchmann.

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