Lengede fehlt noch immer das „Bayern-Gen“

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Die Kreise von Lenegdes Spielmacher Yannick Könnecker (links) konnte Gitters Abwehrchef Maik Neugebauer nicht mehr ganz eingrenzen.

Die Kreise von Lenegdes Spielmacher Yannick Könnecker (links) konnte Gitters Abwehrchef Maik Neugebauer nicht mehr ganz eingrenzen.

Foto: Günter Schacht / regio-press

Salzgitter-Bad.  Mit einem deutlichen Kantersieg festigt der SVL den vierten Tabellenplatz in der Fußball-Landesliga.

Der SV Lengede hat das Nachbarschaftsduell mit dem SC Gitter, in der Fußball-Landesliga, eindrucksvoll gewonnen: Allerdings fordert Coach Dennis Kleinschmidt von seinem Team etwas mehr Ernsthaftigkeit in einigen Aktionen.

SC Gitter – SV Lengede 1:6 (1:2). Tore: 0:1 Künne (18.); 0:2 Younis (20.); 1:2 Neugebauer (45+2.); 1:3/1:4 Könnecker (48./59.); 1:5 Younis (62.); 1:6 Künne (88.).

Der SVL erwartete die Hausherren in einem soliden Defensivverbund und genau das bekamen sie in den ersten Minuten auch geboten. Dies brachte enorm viel Ballbesitzzeit für die Spieler vom Schachtweg mit sich – und genau damit wussten sie in der Anfangsphase viel anzufangen. Immer wieder wurde der Spielaufbau von den starken Innenverteidigern Lamin Jatta und Klaas Gatermann eröffnet und damit der Grundstein für einen gefährlichen Angriff gelegt. Die Belohnung für die Feldüberlegenheit sackten die Lengeder in Form eines Doppelschlages ein. Alexander Künne und Raschid Younis stellten bereits in der 20. Minute auf ein komfortables 2:0. Eigentlich könnte man meinen, dass anschließend genau so weitergespielt werden würde – doch Lengede hatte andere Pläne. „Wir haben wieder den Schlendrian in unser Spiel bekommen und das gefällt mir überhaupt nicht“, sagt Kleinschmidt.

Die SVL-Kicker spielten immer wieder Fehlpässe, hatten aber dennoch weiterhin gute Chancen. Beispielsweise scheiterte Younis mit einem Kracher an der Latte und auch Yannick Könnecker legte einen Schuss am Kasten vorbei. Doch es kam, wie es im Fußball so oft kommt. Quasi mit dem Pausenpfiff fängt sich das höchstspielende Peiner Team einen Gegentreffer, nach einem Standard. „In der Kabine ist mir der Kragen geplatzt und wir haben den Jungs die richtigen Anweisungen mit auf den Weg gegeben.“ Die Ansprache scheint gefruchtet zu haben: Nur drei Minuten nach Wiederbeginn erzielte Könnecker seinen ersten, elf Minuten später seinen zweiten Treffer. „Das war der Start in die zweite Hälfte, den wir uns gewünscht hatten“, kommentiert Kleinschmidt. Anschließend fielen die Rot-Weißen nicht wieder in eine Passivphase, sondern spielten ihren Stiefel seriös runter. Drei Minuten nach der zweiten Könnecker-Bude erzielte auch Younis seinen zweiten Treffer des Tages und entschied damit die Partie endgültig.

Nach einer großen Wechselorgie konnte Lengedes Stürmerurgestein Alexander Künne sogar noch das halbe Dutzend voll machen – eine Wendt-Flanke nickte er mustergültigen in den Kasten des Sportclubs ein. Abschließend ein klarer Erfolg für die Lengeder, der den vierten Tabellenplatz festigt. „Wir sind mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden. Alles andere wäre einfach sehr vermessen und der Situation nicht passend“, sagt der SVL-Coach zur Leistung seiner Jungs und fügt abschließend hinzu: „Wir müssen nach einer Führung nun nur noch lernen das gewisse Bayern-Gen zu entwickeln und damit überhaupt keine Hektik mehr aufkommen zu lassen.“ Er könne es seiner jungen und ersatzgeschwächten Mannschaft aber nicht verübeln.

SVL: Gürtler – Lemke, Jatta (69. Netzer), Gatermann, Karger, Henke, Hussein, Könnecker (69. Wendt), Führmann (69. Hoffmann), Younis, Künne.

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