Pfeil Broistedt hat den besten Onlineauftritt

Broistedt.  Die Peiner Sportvereine müssen in der jetzigen Situation aktiv werden - Online wird eine große Zielgruppe angesprochen.

Das Facebook-Titelbild des FC Pfeil Broistedt. Insgesamt hat der Verein die 1.000-Fans-Marke durchbrochen.

Das Facebook-Titelbild des FC Pfeil Broistedt. Insgesamt hat der Verein die 1.000-Fans-Marke durchbrochen.

Foto: Pfeil Broistedt / Facebook

Die sozialen Netzwerke wurden in der Corona-Krise 2020 noch häufiger als sonst genutzt. Auch die Sportvereine im Landkreis Peine haben versucht, nicht in Vergessenheit zu geraten und brachten allerhand Content für die Nutzer heraus. Gemessen an Gefällt-Mir-Angaben setzt sich dabei überraschend der FC Pfeil Broistedt mit 1.071 die imaginäre Krone für den eigenen Facebook-Auftritt auf.

Fußball steht ganz oben

„Darüber freue ich mich wirklich sehr, das ist eine tolle Nachricht für uns“, sagt Broistedts stellvertretender Vorsitzender Oliver Grimm. Die Vereinsseite postet nicht nur die Ereignisse rund um den Fußball, sondern befasst sich auch mit den anderen vorhandenen Sparten. „Der Fußball ist aber natürlich deutlich im Übergewicht“, so Grimm.

Dieser Facebookauftritt sei für den Broistedter Verein essenziell und nicht weg denkbar. Schließlich gibt es mit Mareike Nawo, die selbst nur noch in der dritten Damenmannschaft spielt, eine Frau, die sich alleine um den Online-Auftritt kümmert. „Sie erhält dann aus verschiedenen Quellen die Informationen und verarbeitet diese anschließend. Die Posts bastelt sie auch selbst zusammen.“

So gibt es aber auch Themen abseits des Sportplatzes: Lenn Jastremski, ehemaliger Jugendspieler der Pfeile, brachte kurz vor Weihnachten Geschenke aus seiner neuen Heimat mit. Er kickt nämlich aktuell in der 3. Fußball-Liga bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Grund genug für über 120 Personen den Beitrag zu bewerten. „Wir arbeiten akribisch an den Beiträgen, die dort für unsere Fans, Zuschauer und Mitglieder online kommen“, versichert Grimm.

In diesem Jahr soll auch der Pfeile-Vorstand neu gewählt werden, ob sich dann etwas an der Onlineorientierung ändert, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass die Verantwortung nicht mehr nur von einer Person getragen werden soll. Es soll auf mehrere Schultern verteilt werden. So könne auch die Qualität der Beiträge steigen.

SV Lengede wird nur Dritter

Der SV Bosporus Peine schafft es mit dem Posten von Vor- und Nachberichten, knapp 1000 Menschen zu begeistern. Ausbaufähig ist auch der Auftritt des SV Lengede, der für 898 Menschen auch nur auf diese Mittel zurückgreift.

Der Stellenwert für die Fans und Mitglieder ist dennoch klar. „Es ist eines der Medien, die wir für unsere Kommunikation nutzen“, berichtet der Vorsitzende des SV Lengede, Wolfgang Werner. Die Seiten werden allerdings von einigen Sportlern betrieben und da lauert das Problem.

Auch die Jugendseiten, die in Vielzahl existieren, werden von Spielern betrieben. Sind diese dann zu alt, wird auf der Seite auch nichts mehr gemacht. „Um das alles zu professionalisieren, haben wir momentan nicht die Kapazitäten und die Prioritäten sind auch anders gesetzt“, so Werner. Neben den Facebookseiten hat der SV Lengede auch einen Instagram-Account und informiert über die eigene Webseite. „Auch der E-Mail-Verkehr darf nicht aus den Augen gelassen werden. Wir haben in der Weihnachtszeit allen Mitgliedern eine Mail mit Infos zukommen lassen. Besonders die älteren Mitglieder haben doch Probleme mit den sozialen Netzwerken und halten sich dort eher fern.“

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