Wegen Corona-Entwicklung: Das Tischtennis-Jahr ist beendet

Peine.  Der Niedersächsische Tischtennisverband beschließt die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 31. Dezember.

Der Berkumer Kapitän Sascha Henke hätte die Saison lieber gleich fortgesetzt.

Der Berkumer Kapitän Sascha Henke hätte die Saison lieber gleich fortgesetzt.

Foto: Klaus Zopp / regio-press

Das Präsidium des Tischtennis-Verbands Niedersachsen (TTVN) hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, den Spielbetrieb in seinem Zuständigkeitsbereich vom 30. Oktober bis zum 31. Dezember zu unterbrechen. Diese Regelung gilt für Punktspiele, Pokalspiele weiterführende und offene Turniere und auch die beliebten Races-Turniere.

Zudem folgt der TTVN dem Beschluss der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder, den Trainingsbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum 30. November einzustellen. Dazu erklärte der TTVN-Präsident Heinz Böhne: „Nicht nur aufgrund der Entscheidung auf Bundesebene war die Unterbrechung des Spielbetriebs alternativlos, auch in unseren Vereinen haben wir in den letzten Tagen zunehmend große Unsicherheiten verspürt.“ Für die Zukunft werde nach Lösungen gesucht, wie der Spielbetrieb 2021 fortgesetzt werden könne. Dazu erläutert Vizepräsident Dr. Dieter Benen: „Zur Klärung dieser Fragen werden wir uns die nötige Zeit nehmen.“Betroffen von dieser Unterbrechung ist nicht nur das heutige Nachbarschaftsduell zwischen Bezirksoberligisten TTC Berkum und MTV Eintracht Ölsburg, sondern auch Staffelhit der Berkumer beim augenblicklichen Tabellenführer SC Atzum/Groß Denkte.

„Ich bedauere diese Entwicklung sehr. Da der Inzidenzwert in Peine bereits seit mehreren Tagen die Grenze von 50 überschritten hat, konnte sich der personell angeschlagene MTV Ölsburg schon frühzeitig auf diese Regelung berufen. Ich habe für meine Mannschaft auch gute Chancen gesehen, uns gegen Atzum/Groß Denkte zu behaupten. Atzum/Groß Denkte wollte die für Sonnabend terminierte Begegnung auch austragen. Dazu wird es auf Grund der neuesten Entwicklung allerdings vorerst nicht kommen. Ich kann es eigentlich nicht so recht nachvollziehen warum unsere Sportart davon betroffen ist. Beim Tischtennis ist es möglich, die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. Auch die hygienischen Vorgaben sind bei uns leicht zu erfüllen. Wir betreiben schließlich keinen Hallen-Kontaktsport wie Handball, oder Basketball“, kommentierte der Berkumer Kapitän Sascha Henke die zweimonatige Unterbrechung.

Anschließend blickt er sorgenvoll in die Zukunft: „Ich weiß nicht wie und wann die ganzen Spiele nachgeholt werden sollen. Ich befürchte, dass so manch ein Aktiver unserem Sport den Rücken kehrt.“

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