Keine Aufstiegschance: VG Ilsede schaut wieder in die Röhre

Ilsede/Stederdorf.  Relegationsplatz zwei in der Volleyball-Landesliga der Männer hilft Schneider und Co. nicht weiter.

Nils Schneider (Mitte) und die Ilseder Volleyballer verpassen wieder den Aufstieg, ebenso Till Vollhardt (links) und der MTV Stederdorf.

Nils Schneider (Mitte) und die Ilseder Volleyballer verpassen wieder den Aufstieg, ebenso Till Vollhardt (links) und der MTV Stederdorf.

Foto: Jörg Scheibe / Archiv

Die Volleyballer der VG Ilsede werden in der Landesliga nicht nur vom Pech verfolgt, das Glück rennt zudem mit Höchstgeschwindigkeit davon. Am letzten Spieltag hätte die VG noch den Relegationsplatz absichern können, um sich für die Verbandsliga zu qualifizieren. Nach den nun bekannten Regelungen des Verbandes (Lesen Sie rechts!) können sie diese Hoffnung in dieser Saison aber wieder einmal ad acta legen. Zum bereits dritten Mal in drei Jahren.

„Ein Schreibfehler, eine Grippewelle und nun sogar eine Pandemie“, zählt Nils Schneider, Kapitän der Ilseder, die unglücklichen Umstände der vergangenen drei Jahre auf. Der Schreibfehler passierte in der Saison 2017/18 bei einem Spiel des Kreisrivalen Lengede. Der Gegner hatte es im Spielformular verpatzt, die SVL-Niederlage wurde in einen Sieg umgewandelt und Lengede landete am Ende der Saison vor den Ilsedern, die in die Relegation mussten und verloren.

Ein Jahr später gab es in einer entscheidenden Phase eine Grippewelle, die den VG-Kader entscheidend geschwächt hatte. „Wir haben in wichtigen Spielen verloren“, hadert Schneider, dessen Team nun zumindest auf dem besten Weg in die Relegation war.

Doch durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie ist der Relegationsplatz zwei ganz plötzlich gar nichts mehr wert. Weil die VG Ilsede den Tabellenführer Vallstedt/Vechelde rechnerisch nicht mehr hätte einholen können, verpufft die Chance der Ilseder auf den Sprung in die Verbandsliga.

Nils Schneider erklärt aber ganz gelassen: „Damit war zu rechnen.“ Dadurch, dass die Austragung von Relegationsspielen seit längerem als „völlig utopisch“ anzusehen war, haben die Ilseder Volleyballer keine Zeit mit Träumen verschwendet. Es sei schade, und auch wenn das eine Jahr „mit Vorbereitung und allem drum und dran“ quasi umsonst gewesen sei, geht die VG weiter positiv an die Mission Aufstieg heran.

Gleich in der kommenden Saison wollen Schneider und Co. dieses Ziel wieder anpacken. Doch der Kapitän warnt: „Man weiß nicht, welche Absteiger in unsere Staffel kommen. Außerdem kann es immer ein Team wie zuletzt Stederdorf geben, mit dessen Stärke alle anderen nicht gleich rechnen.“

Der angesprochene Peiner Rivale guckt als Tabellendritter mit zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ebenfalls in die Röhre, ist nach der Entscheidung des Landesverbandes aber noch entspannter. „Ilsede hätte das letzte Spiel verlieren müssen. Uns war klar, dass es wohl nichts mehr wird“, sagt Kapitän Marcus Geckler.

Insgesamt sei der Aufsteiger mit seiner Rückkehr in die Landesliga aber sehr zufrieden. Beide Mannschaften werden jetzt an ihren Kadern für die nächste Spielzeit feilen. „Es könnte ein spannender Zweikampf auf Augenhöhe werden“, erklärt Geckler unter dem Vorbehalt, welche Konkurrenten sich aus der Verbandsliga auftun werden. „De-nen müssen wir erstmal das Wasser reichen“, sagt er, blickt nach den Leistungen gegen den überragenden Tabellenführer VV Vikings III aber positiv in die Zukunft.

Die Wikinger haben übrigens keine bösen Überraschungen zu erwarten. Ihnen wird zwar nicht offiziell der Meistertitel zugesprochen, am Aufstieg ist aber nicht zu rütteln.

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