Bornum. Das mit Minimalaufgebot angereiste Bornumer Team ist bei den motivierten Lachendorfern chancenlos.

Es waren dann wohl doch ein paar nachteilige Umstände zu viel: Der TV Bornum blieb in dem für die Meisterschaft womöglich schon vorentscheidenden Topspiel beim TuS Lachendorf letztlich ohne Chance und ohne Satzgewinn. Durch die 0:3 (16:25, 19:25, 18:25)-Niederlage beim zuvor punktgleichen Tabellenführer liegen die Bornumer nunmehr sechs Zähler hinter dem TuS – bei nur noch drei ausstehenden Partien.

Bornumer bleiben deutlich unter ihren Möglichkeiten

Der kürzliche Trauerfall im Hause Klopschar und der personelle Engpass bei den Bornumern auf der einen, hoch motivierte Lachendorfer, die von ihren Anhängern lautstark unterstützt wurden, auf der anderen Seite – die Vorzeichen standen nicht gut für das TVB-Team. Da der TuS eine Verlegung beziehungsweise einen Tausch der Reihenfolge seiner beiden Heimspiele abgelehnt hatte, mussten die Bornumer zu sechst auskommen. Die fehlenden Wechseloptionen waren aber nicht der entscheidende Faktor.

„Wir sind einfach völlig unter unseren Möglichkeiten geblieben“, stellte TVB-Spielertrainer Holger Klopschar klar. Der Plan, den TuS schon mit den Aufschlägen unter Druck zu setzen, ging nicht auf. „Wir haben gleich zu Beginn zwei Bälle ins Aus geschlagen, da hatte ich schon zum ersten Mal ein ungutes Gefühl.“ Und das sollte für längere Zeit auch nicht besser werden. Die Lachendorfer, die spürbar gewillt waren, sich für die 1:3-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren, „waren viel aggressiver, entschlossener und schneller“, erkannte Klopschar an.

Der TuS Lachendorf ist das durchweg konsequentere Team

Während die Hausherren durch ihren Zuspieler sehr gut organisierte Angriffe fuhren, „haben wir wenig bis gar keinen Druck auf die Annahme erzeugt. Wir waren nicht dynamisch genug, haben in der Abwehr kaum Bälle bekommen und auch unser Stellungsspiel passte nicht“, haderte Klopschar. „Der erste Satz ging völlig an uns vorbei.“ Auch im zweiten Durchgang sah alles nach einer deutlichen Angelegenheit für den TuS aus, doch beim Stande von 10:17 „hatten wir eine unserer wenigen guten Phasen. Da passte es dann mal im Block und in der Abwehr.“ Die Gäste verkürzten auf 18:20, in der Schlussphase waren die Lachendorfer dann aber doch wieder konsequenter.

Da die Bornumer anschließend auch nur bis Mitte des dritten Durchgangs mithalten konnten, stand kurz darauf die 0:3-Niederlage fest – und damit wohl auch die Antwort auf die Meisterfrage, da die Lachendorfer zuvor schon gegen den FC Wenden II mit 3:0 gewonnen hatten und in zwei Wochen beim Vorletzten, den Vallstedt Vechelde Vikings III, wohl kaum stolpern werden. „Es ist schade, aber auch kein Beinbruch. Wir konzentrieren uns jetzt darauf, den zweiten Platz zu halten“, erklärte Klopschar.