Schöningen/Schöppenstedt. Der Handball-Landesligist dreht sein Heimspiel gegen die DJK BW Hildesheim nach Rückstand in den Schlussminuten in einen 33:32-Sieg.

Das war knapp! Erst zwei Treffer in den beiden Schlussminuten der Jüngsten im Team, Gerrit Gerloff und Ben Bäumler, bescherten Handball-Landesligist HG Elm den 33:32 (13:16)-Heimsieg über Aufsteiger DJK BW Hildesheim.

„Es war ein Kampfsieg“, konstatierte HG-Trainer Christoph Geis nach den nervenaufreibenden 60 Minuten. Über weite Strecken war seine Mannschaft einem Rückstand hinterhergelaufen, die starken Gäste präsentierten sich als unangenehm zu bespielendes Team. „Wir sind schon sehr schwer ins Spiel gekommen“, sagte Geis, der gleich auf vier urlaubende Stammspieler verzichten musste. „Dazu kamen noch ein paar Erkrankte und Verletzte“, so der HG-Coach weiter, der zu dem Schluss kam: „Das zeigt aber auch, dass wir diese Ausfälle verkraften können, und es zeigt, welch großes Potenzial in dieser Mannschaft steckt.“ Nicht von ungefähr übernahmen in den Schlussminuten die Youngster im Team das Zepter – Gerloff und Bäumler drehten einen 31:32-Rückstand (56. Minute) mit ihren Treffern in der 58. und 59. Minute noch in den 33:32-Sieg.

Die Abwehr der HG Elm entpuppt sich anfangs als zu wacklig

Über die Leistung in Hälfte 1 wird Geis mit seinen Jungs aber noch einmal diskutieren müssen. Vor allem die Abwehr der HG war nicht immer auf der Höhe, der – zugegeben – starke Rückraum der Gäste hatte allzu oft leichtes Spiel, um zu Torerfolgen zu kommen. Das ließ sich an den Zwischenergebnissen ablesen, vor allem kurz vor der Pause (11:15, 26.) und unmittelbar nach dem Seitentausch (14:18, 32.) steckten die Elm-Handballer in Nöten.

Gerrit Gerloff und Ben Bäumler sorgen spät für die Wende

Doch die Hausherren befreiten sich aus der Umklammerung der Hildesheimer. Die Abwehr steigerte sich, und auch in der Offensive bewiesen die HG-Spieler nun mehr Geduld. „In der ersten Halbzeit hatten wir viele Angriffe noch zu schnell und unkonzentriert abgeschlossen, das besserte sich nach dem Seitenwechsel“, erzählte Elm-Coach Geis. Dessen Team schaffte zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Gerloff schnell den 18:18-Ausgleich (37.) und hatte das Momentum auf seiner Seite. Doch die Hildesheimer ließen nicht locker. Minutenlang lief das Spiel nach wiederkehrendem Muster: Hildesheim legte vor, die HG zog nach und glich aus. So ging das bis zur 50. Minute, in der Alexander Scheller die Gastgeber mit dem Treffer zum 27:26 erstmals in Halbzeit 2 in Führung brachte. Die Wende? Nein! Wieder hatte Hildesheim eine Antwort parat, wieder gingen die Gäste ihrerseits in Führung. Die hielten sie bis zum 32:31, ehe das Duo Gerloff/Bäumler für den letzten Führungswechsel in dieser engen Partie sorgte.

Wir haben nie die Köpfe hängenlassen, die Jungs haben immer an sich geglaubt.
HG-Trainer Christoph Geis lobte sein Team, das gegen Hildesheim trotz ständiger Rückstände nie aufgab und ein spätes Comeback feierte

„Wir haben nie die Köpfe hängenlassen, die Jungs haben immer an sich geglaubt“, sagte HG-Trainer Geis. „Unsere Leistung in der zweiten Halbzeit war klasse. Die Jungs waren druckvoll und dynamisch. Und zum Ende hin hatten wir auch konditionell mehr zuzusetzen.“

HG Elm: Zobel, Meyer – Maack 2, Kaufmann, Nabel 4, Gerloff 7, Deupert, Schoel 6, Behrens 4, Larsen 2, Scheller 2, Albrecht 1, Walburg, Bäumler 5.