Süpplingens Schützen: Über den Teamgeist in die 2. Liga

Süpplingen.  Dank des Teamgeists schaffte die SBr Süpplingen den Klassenerhalt in der 2. Liga. Aktuell ist für die Luftpistolen-Schützen aber Geduld gefragt.

Bis in die 2. Bundesliga: Die Luftpistolen-Schützen der SBr Süpplingen legten einen Durchmarsch durch die Verbandsoberliga hin und machten in der vergangenen Saison am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt, worüber sich der Vorsitzende Matthias Lorenz (links) sehr freute.

Bis in die 2. Bundesliga: Die Luftpistolen-Schützen der SBr Süpplingen legten einen Durchmarsch durch die Verbandsoberliga hin und machten in der vergangenen Saison am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt, worüber sich der Vorsitzende Matthias Lorenz (links) sehr freute.

Foto: Privat / SBr Süpplingen

Der Amateursport liegt brach – wieder einmal. Was unter anderem für Fußball und Handball gilt, das gilt auch für die Mitglieder der Schützenbrüderschaft (SBr) Süpplingen. Individualsport ist nach der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen zwar grundsätzlich erlaubt, Süpplingens Vorsitzender Matthias Lorenz betont aber: „Wir haben unser Schützenhaus – wie schon bis Ende Juni – wieder absolut gesperrt und das von uns aus beschlossen. Es geht darum, kein Risiko einzugehen und niemanden zu gefährden.“

Schon nach dem ersten Lockdown ab März habe der Verein den Trainingsbetrieb nie wieder vollständig aufgenommen, berichtet Lorenz. Einzig die Schützen, die für die SBr Süpplingen in der 2. Bundesliga Nord (Luftpistole) an den Start gehen, hatten eine Trainingserlaubnis. 2019 war der Aufstieg in die zweithöchste Klasse Deutschlands gelungen – ein „Riesenschritt“, wie sich Lorenz erinnert. „Wir sind ein kleiner Verein. Die Mannschaft hat sich durch gezieltes Training und den Teamgeist hochgearbeitet. Wir als Verein sind sehr stolz darauf“, findet der Vorsitzende verständlicherweise nur lobende Worte für das große Aushängeschild des Süpplinger Schützenvereins.

Der Erfolg habe aus seiner Sicht zwei große Säulen. „Die erste begründet sich in den Trainingsmöglichkeiten mit unseren elektronischen Anlagen“, sagt Lorenz mit Blick auf die gute Ausstattung im Verein, was schließlich auch eine finanzielle Frage sei. „Die zweite Säule ist noch wichtiger. Für unsere Männer und Frauen ist das ein Hobby. Sie haben trainiert ohne Ende, weil sie Spaß daran hatten“, hebt Süpplingens Vereinsoberhaupt hervor. Die Mannschaft ist über Jahre hinweg zusammengeblieben, wurde nur punktuell verstärkt. Die Bedingung dabei: Die Neuzugänge müssen in das Gefüge der Mannschaft passen. „Das Team ist die Nummer 1“, unterstreicht Lorenz.

Der Lohn für den Teamgeist und die harte Trainingsarbeit war der Klassenerhalt in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Bis Ende Januar dieses Jahres wurde geschossen, Süpplingen sicherte sich am letzten Wettkampftag den Verbleib in der 2. Bundesliga Nord. Mitte Oktober hätte es für die Mannschaft mit der neuen Saison wieder losgehen sollen – doch wie so vielen Sportlern machte Corona auch den Schützen einen Strich durch die Rechnung. „Ende September kam die Absage. Ich habe Zweifel, dass in dieser Saison noch geschossen wird“, seufzt Lorenz.

Die Süpplinger hatten zudem Heimwettkämpfe zugelost bekommen – keine Selbstverständlichkeit. In der Aufstiegssaison 2018/2019 war die Schützenbrüderschaft lediglich auswärts aktiv. Zweitliga-Wettkämpfe auszutragen wäre in Süpplingen ob der Corona-Richtlinien und der Gegebenheiten im Schützenhaus in diesen Zeiten aber ohnehin nicht möglich gewesen. So bleibt den SBr-Schützen zurzeit nicht einmal das Training.

Sollte es wider Erwarten doch noch losgehen, sagt Lorenz zur zweiten Saison des Teams in der 2. Bundesliga: „Wir haben acht bis neun Schützinnen oder Schützen. Da pro Wettkampf fünf zum Einsatz kommen, kann auch durchgewechselt werden. Das Ziel ist, den erneuten Klassenerhalt zu sichern.“

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