FSV Schöningen: Aufstieg geschafft – direkt etabliert

Schöningen.  Fußball-Landesliga: Aufsteiger FSV Schöningen ist „absolut wettbewerbsfähig“, wie Trainer Nils Osteroth zufrieden feststellt.

Mit drei Treffern ist Martin Sening (li.) ein Faktor für den guten Start der FSV, die bislang nur gegen Vahdet Braunschweig (re. Niklas Eilbrecht) unterlag. 

Mit drei Treffern ist Martin Sening (li.) ein Faktor für den guten Start der FSV, die bislang nur gegen Vahdet Braunschweig (re. Niklas Eilbrecht) unterlag. 

Foto: Hans-J. Trommler / regios24

Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) hat nun bekanntgegeben, dass der Ball definitiv bis Jahresende ruht. Für die FSV Schöningen endet damit ein ereignisreiches Sportjahr, obwohl sie eigentlich nur fünf Punktspiele in 2020 bestritten hat. Erst die Saison-Unterbrechung, dann der Aufstieg nach Abbruch der letzten Spielzeit – und der Traum von der Landesliga wurde endlich real. In der neuen Klasse startete die FSV schließlich verheißungsvoll – und machte Lust auf mehr. Doch der Reihe nach…

„Als ich die FSV vor zwei Jahren übernommen habe, war von mir und dem Verein der Aufstieg das klare Ziel“, erklärt FSV-Coach Nils Osteroth. „Das haben wir erreicht – und von daher bin ich auch sehr zufrieden.“ Dass es zunächst länger dauerte, ehe der Traum von der Landesliga in Erfüllung ging, hatte aus seiner Sicht sogar etwas Gutes: „Im ersten Jahr sind wir ärgerlicherweise aufgrund zweier unnötiger Heimniederlagen zwar noch gescheitert, aber das hat uns noch ein Jahr Zeit gegeben, am Kader weiter zu arbeiten und letztendlich die Mannschaft noch besser zu machen.“

Und tatsächlich: In der Saison 2019/20 marschierte die FSV von Sieg zu Sieg – bis die Spielzeit im März unterbrochen wurde und dann später, nach dem Abbruch, der souveräne Aufstieg feststand. Ärgerlich sei nur gewesen, „dass wir das nicht auf dem Platz feiern konnten“, blickt Osteroth zurück.

Der Blick nach vorne fällt nun im Winter optimistisch aus. Dafür hat die FSV mit guten Leistungen in den ersten Landesliga-Spielen gesorgt – obwohl zum Auftakt mit dem SSV Vorsfelde und dem TSC Vahdet Braunschweig direkt zwei Titelkandidaten auf dem Spielplan standen. Als FSV-Torjäger Christopher Münch in der 23. Spielminute der Saison gegen Vorsfelde direkt das erste Tor in der Landesliga gelang, zeigte sich: Die Euphorie in Schöningen war berechtigt – und auch der 1:1-Endstand tat ihr bei der Mannschaft und den Zahlreichen Fans keinen Abbruch.

Auch im zweiten Spiel gegen den TSC Vahdet Braunschweig galten die Elmstädter als Underdog– und kassierten die erste Niederlage seit über einem Jahr: Durch zwei Fehler nach Standards ging die heiß umkämpfte Partie mit 2:1 an die Braunschweiger. Doch Schöningen steckte diesen Nackenschlag gut weg. Dank der Tore von Christopher Münch und Martin Sening auch – sehr zur Freude des FSV-Vorsitzenden Karsten Kräcker – gelang gegen den BSC Acosta der erste Saisonsieg. Und gegen den bis dato stets siegreichen TSV Germania Lamme folgte dann auch noch ein klares 4:0 (Torschützen: Martin Sening 2, Chris Schittko und Marco Petermann) – zur Winterpause stehen damit sieben Punkte auf dem Konto.

„Die ersten zwei Spiele gegen Vorsfelde und Vahdet haben gezeigt, dass wir absolut wettbewerbsfähig sind“, stellt Osteroth fest. Das Traumziel Landesliga – es ist für die Schöninger Mannschaft aber auch durchaus fordernd: „Insgesamt wird auf dieser Ebene ein viel höheres Tempo gespielt, und Fehler werden viel schneller als in vergangenen Saison in der Bezirksliga bestraft.“ Sein Team habe zwar in der Defensive sehr gut gearbeitet, aber „man muss eben in jeder Situation voll da sein“.

Für ihn als Trainer bietet die Landesliga ebenfalls neue Herausforderungen, da er sich im Gegensatz zur letzten Saison auch aufgrund der höheren individuellen und mannschaftlichen Qualität der Gegner immer wieder einen neuen Matchplan ausdenken muss. So ganz nebenbei sei auch der Zuschauerzuspruch für Schöninger Verhältnisse gut gestiegen: „Der Trend zeigt, dass wir auch sportlich etwas bieten, was man sich durchaus angucken kann“, freut sich Osteroth.

Zuschauer, Matchpläne und Fußball insgesamt? Das bleibt nun erst mal Zukunftsmusik bis 2020. Aber bis dahin ist ja vielleicht etwas Zeit, für neue Träume, von noch höheren Zielen. Denn der Auftakt in der Landesliga hat bewiesen: Verstecken muss sich die FSV auch in dieser Klasse keinesfalls.

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