20 Mini-Tore für 5 Helmstedter Vereine

Helmstedt.  Fußball: In 2021 soll es in Helmstedt Funino-Wettkämpfe geben. Fünf Vereine aus dem Landkreis sind dafür bereits jetzt bestens ausgerüstet.

Die Helmstedter Vereinsvertreter strahlten um die Wette – wenn auch durch Masken verdeckt – als sie die Mini-Tore im „Club 45“ in der Volkswagen Arena entgegen nahmen. 

Die Helmstedter Vereinsvertreter strahlten um die Wette – wenn auch durch Masken verdeckt – als sie die Mini-Tore im „Club 45“ in der Volkswagen Arena entgegen nahmen. 

Foto: Kreissportbund Helmstedt / KSB

20 Mini-Tore für Helmstedts Nachwuchsfußballer: Die Sportregion Ostniedersachsen, zu welcher die Kreissportbünde Helmstedt und Gifhorn sowie der Stadtsportbund Wolfsburg gehören, übergab nun 60 kleine Tore an 15 Vereine aus der Region. Ziel des Ganzen: Funino, einer neuen Spielform zur besseren Jugendförderung, eine Starthilfe in der Region zu geben – mit erstem Erfolg.

Möglich gemacht wurde die Aktion durch den VfL Wolfsburg – genauer gesagt, durch die Dauerkartenbesitzer der „Wölfe“. Denn obwohl diese in der letzten Saison nicht mehr ins Stadion gedurft hatten, verzichteten etliche von ihnen auf die Geldrückgabe und unterstützten mit den Mitteln stattdessen wohltätige Projekte – so wie das Projekt „Mini-Tore für den Kinderfußball“. Letztlich kamen hierfür 15.000 Euro zusammen, die Michael Meeske, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, an die Sportregion überreichte (wie berichteten). Die schaffte davon jene 60 Mini-Tore an, und nun folgte die Übergabe an die Vereine. In Helmstedt freuen sich die JSG Schöningen, der FC Schunter, die JSG Helmstedt, die JSG Nordkreis und die JSG Königslutter über je vier dieser kleinen „Buden“. Die Übergabe fand im „Club 45“ in der Volkswagen Arena unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften statt – vor Ort gab es auch direkt eine Präsentation über die Vorzüge für die Entwicklung durch Funino.

Die hielt Marko Kresic, der Erfahrung in der Jugendarbeit hat und seit zwei Jahren die VfL-Erlebniswelten leitet. „Die Kleinsten beginnen im Zwei-gegen-Zwei, somit haben die Spieler viele Ballkontakte“, verrät Kresic – das ist aber nicht der einzige Vorteil dieser Spielart. Durch regelmäßige Wechsel bei Toren oder nach Ablauf einer bestimmten Zeit bekommen alle Spieler einer Mannschaft Einsatzzeiten.

Torhüter sind bei den Mini-Toren nicht notwendig. Dafür hat aber jede Mannschaft zwei Kästen, die sauber gehalten werden müssen – an beiden Enden des schmaleren Spielfeldes steht pro Mannschaft ein Tor, auf das aber jeweils nur aus einer Schusszone abgeschlossen werden darf. Diese Verteilung der Tore fordert und fördert die Spielintelligenz der Nachwuchskicker deutlich stärker als die übliche Variante, da sie so in ständig wechselnden Spielsituationen offensiv wie defensiv flexibel denken müssen. „Das ist eine tolle Sache“, glaubt Jürgen Nitsche, selbst Fußballer und Vorsitzender des KSB Helmstedt, an die Vorteile von Funino.

Logisch, dass die neuen Tore da auch bei den Vereinen gut ankommen: „Wir haben uns sehr darüber gefreut. Das ist eine schöne Sache, zumal es auch echt gute Tore sind“, betont Andreas Steckhan, Jugendleiter der JSG Schöningen. Stefan Neumann, G-Jugend-Trainer der JSG Nordkreis, zeigt sich ebenso sehr zufrieden mit der Aktion. „Das Geld wurde gut investiert“, findet Neumann, der von der Nachwuchs-Spielform überzeugt ist: „Funino kommt sehr gut an. Durch die Regeln kommen alle Kinder zum Zug und sie werden gefördert.“ Steckhan ergänzt: „Funino ist wirklich keine schlechte Sache, die Kinder haben viel mehr Ballkontakte.“

Das sieht auch Detlef Voges, der Vorsitzende des Jugend-Spielausschusses des NFV-Kreises Helmstedt, so. „Für dieses Jahr ist es zu spät – aber nächstes Jahr wollen wir das Thema in Angriff nehmen“, stellt er offizielle Funino-Wettkämpfe in Aussicht. Bislang sei eine Umsetzung noch an der Kostenfrage gescheitert, da eben viele Tore notwendig sind. Umso schöner sei es, dass nun fünf Vereine mit Material ausgestattet sind.

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