Richter ist frei – aber vorne drückt Türk Gücü der Schuh

Helmstedt.  Der Fußball-Bezirksligist muss in Staffel 1 B bei der routinierten SV Gifhorn antreten – und hat vor dem Duell im Sturm personelle Sorgen.

Für ihn geht's mit Aufsteiger FC Türk Gücü zu seinem Ex-Klub SV Gifhorn: Chuma Christian.

Für ihn geht's mit Aufsteiger FC Türk Gücü zu seinem Ex-Klub SV Gifhorn: Chuma Christian.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

0:2 gegen Vordorf – der Auftakt verlief enttäuschend für den FC Türk Gücü Helmstedt. „Wir müssen uns erst noch finden“, sagt Trainer Göksah Beser nicht von ungefähr. Und nun steht der Fußball-Bezirksligist in der Staffel 1 B gleich vor einer hohen Auswärtshürde: Der Aufsteiger tritt am Sonntag (14.30 Uhr) beim Vorjahresdritten SV Gifhorn auf der Eyßelheide an.

„Wir fahren dort mit einer jungen Mannschaft hin. Die Gifhorner sind eine routinierte Truppe und für mich auch klar der Favorit“, erklärt Beser. Er fügt jedoch auch gleich hinzu: „Wir wollen dort für eine Überraschung sorgen. Wir haben keine Angst und wollen selbst wieder guten Fußball spielen.“

Anders als gegen Vordorf eben: Die Helmstedter agierten zum Auftakt viel zu nervös, hielten den Ball zu lange und es blieben nahezu alle Spieler hinter ihren Möglichkeiten zurück. „Wir haben katastrophal gespielt. Das wissen die Jungs selbst. Aber sie haben im Training auch eine Reaktion gezeigt“, meint der Coach der Helmstedter, der für Sonntag fordert: „Wir müssen einfach den Ball schneller spielen.“

Einer, der diesen Spielstil vorleben kann und als „Leader“ vorangehen soll, ist Timo Richter: Der 31-jährige Neuzugang, der zuletzt für Eintracht Braunschweig II aktiv war, ist „ab sofort frei für uns“, freut sich Beser, dass die Spielberechtigung überraschend schnell vorlag. „Selbst das Trikot ist schon da“, berichtet der Trainer schmunzelnd.

Weniger Freude kommt bei Beser auf, wenn er auf seinen Angriff zu sprechen kommt – da drückt aktuell nämlich der Schuh. „Eren Kocak ist verletzt, Sinan Balya nicht fit“, sagt der Coach. Und so ist es nicht ausgeschlossen, dass ein weiterer Neuzugang seine Startelf-Premiere feiern könnte: Dumitru Copil. „Vielleicht bringen wir ihn von Beginn an – solange er kann“, betont Beser. Der 30-jährige Offensivmann, der 2007 noch unter den besten 50 Talenten weltweit geführt wurde, könnte dem Neuling mit seiner Erfahrung guttun gegen den routinierten Vorjahresdritten.

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