Barmkes Jannika Pribyl freut sich aufs Familienduell

Barmke.  Für die Oberliga-Fußballerinnen des TSV Barmke steht am Sonntag das erste Pflichtspiel an, auf das sich Neuzugang Jannika Pribyl besonders freut.

Barmkes Neuzugang Jannika Pribyl (M.) netzte gegen den 1. FC Wolfsburg (in Schwarz) erneut zweimal ein. Nun will sie auch im Pokal gegen den TuS Bröckel treffen, bei dem ihre Cousine Lena spielt.

Barmkes Neuzugang Jannika Pribyl (M.) netzte gegen den 1. FC Wolfsburg (in Schwarz) erneut zweimal ein. Nun will sie auch im Pokal gegen den TuS Bröckel treffen, bei dem ihre Cousine Lena spielt.

Foto: Helge Landmann / regios24

Die Generalprobe ist geglückt, nun kann das erste Pflichtspiel der Saison 2020/21 kommen. Frauenfußball-Oberligist TSV Barmke setzte sich am Donnerstagabend in einem weiteren Test mit 5:1 beim Landesligisten 1. FC Wolfsburg durch und geht mit Rückenwind in die Erstrundenpartie des Niedersachsenpokals am Sonntag (11 Uhr) gegen den TuS Bröckel.

1. FC Wolfsburg – TSV Barmke 1:5 (0:4). Tore: 0:1 Bartel (8.), 0:2, 0:4 Pribyl (28., 44.), 0:3 Stenzel (43.), 0:5 Spelly (54.), 1:5 Hermann (85.).

Anders als zuletzt der STV Holzland, zogen sich die Wolfsburgerinnen zu Beginn nicht völlig zurück, sondern versuchten stattdessen die Barmkerinnen im Spielaufbau zu stören, liefen sie früh aggressiv an. „Wir verfolgen ja immer das Ziel, spielerische Lösungen zu finden. Gegen einen sehr robusten Gegner, auf einem außergewöhnlich kleinen Platz, war es für mich aber wichtig zu sehen, dass wir auch die Zweikämpfe annehmen“, erläuterte TSV-Coach Marcel Kirchhoff.

Johanna Bartel brachte Barmke früh in Führung, Jannika Pribyl und Leonie Stenzel erhöhten auf 3:0. „Ein richtiges Kreisliga-Tor“, so nannte es die Torschützin später augenzwinkernd, bildete den Schlusspunkt der ersten Halbzeit. Nach einem Eckball leitete ein „Kopfball“ von Julia Ogiermann eine Szene ein, die sich sonst eher in einem Flipperautomaten abspielen würde. Letztlich stocherte Pribyl die Kugel irgendwie über die Linie. „Jule hat den Ball mit der Nase getroffen. Hätte sie ihn richtig mit der Stirn getroffen, wäre die Situation wahrscheinlich gar nicht gefährlich geworden“, scherzte Kirchhoff in Richtung der „Vorbereiterin“. In Halbzeit 2 erhöhte Rebecca Spelly auf 5:0, ehe der 1. FC nach einer Ecke noch zum Ehrentreffer kam. „Wir hätten einige Tore mehr erzielen können, insgesamt war es aber noch mal ein richtig guter Test“, bilanzierte Kirchhoff.

TSV Barmke – TuS Bröckel (So., 11 Uhr). Doppelpack gegen Holzland, Doppelpack gegen den 1. FC Wolfsburg – Jannika Pribyl scheint in ihrem neuen Team richtig angekommen zu sein. „Ich freue mich riesig für sie“, betont Kirchhoff. „Ich wollte sie zu uns lotsen, seitdem ich in Barmke Trainer geworden bin. Sie hat aber immer so ein bisschen gezweifelt, ob sie den Sprung in die Oberliga schaffen würde.“

Dabei war Pribyl beim Landesligisten SV Gifhorn die überragende Spielerin und in jeder Saison beste Torjägerin. „Sie ist für mich einfach eine echte Stürmerin, steht da, wo sie stehen muss. Und beispielsweise ihr zweiter Treffer gegen Holzland, der war überragend – Ballannahme und -mitnahme mit dem ersten Kontakt, starker Abschluss mit dem zweiten Kontakt“, schildert ihr Trainer. „Ich glaube, Janni weiß noch gar nicht, wie gut sie ist und welches Potenzial in ihr steckt.“ Er sei aber überzeugt, dass die gegenüber Gifhorn höhere Qualität ihrer Mitspielerinnen schon beim regelmäßigen Training noch einiges aus Pribyl wird herauskitzeln können.

Am Sonntag würde Pribyl nur zu gern ihre Doppelpack-Serie fortsetzen, denn die Niedersachsenpokal-Partie gegen den TuS Bröckel (vorher als SG Bröckel/Langlingen dabei), der als Dritter der Landesliga Lüneburg in die Oberliga aufgerückt war, ist nicht nur Pribyls erstes Pflichtspiel für den TSV. Sie trifft auch gleich auf ihre Cousine Lena, mit der sie früher in Gifhorn zusammengespielt hatte. „Janni freut sich auf dieses Familienduell“, berichtet Kirchhoff. Ansonsten sei Bröckel aber ein völlig unbekannter Gegner. „Wir müssen uns überraschen lassen. Unser Anspruch, gerade nach unserer sehr guten Vorbereitung, ist es aber, ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger siegreich zu gestalten“, unterstreicht Barmkes Coach.

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