SV BW Rühen: Der Auftaktsieg als Initialzündung

Gifhorn.  Fußball-Kreisliga A: Bester Sturm, beste Abwehr – Platz 1! Der SV BW Rühen war das Überraschungsteam der ersten Saisonhälfte.

Dominik Feind (in Blau, hier im Duell mit Westerbecks Rouven Schreiber) und die Rühener führen Staffel A als noch einzig ungeschlagenes Team an.

Dominik Feind (in Blau, hier im Duell mit Westerbecks Rouven Schreiber) und die Rühener führen Staffel A als noch einzig ungeschlagenes Team an.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

In der Vorsaison noch Drittletzter, jetzt Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga A: Der SV Rühen hat eine tolle Halbserie hinter sich – ganz im Gegensatz zum Wesendorfer SC, der nach sieben Partien immer noch ohne Zähler dasteht.

1. SV Rühen. Ausschlaggebend für das starke Abschneiden seiner Elf sei laut Trainer Matthias Weiß das erste Punktspiel gewesen (2:1 in Knesebeck). „Das war für uns die Initialzündung. Da haben wir gesehen, was möglich ist, wenn wir alles reinwerfen, und hatten irgendwann einfach einen Lauf“, sagt der SV-Coach. Die weiteren Gründe für das Formhoch der Blau-Weißen: die gute Trainingsbeteiligung, die Rückkehr der Offensivkräfte Conner Drechsler (Kreuzbandriss) und Dominik Feind (Fußballpause) sowie die herausragende Defensivarbeit – die drei Gegentore sind der ligaweite Bestwert.

2. SV Groß Oesingen. Die Groß Oesinger gewannen das letzte Spiel vor dem Jahreswechsel in Wittingen mit 3:1 – und überwintern dadurch auf Rang 2. „Ich bin hochzufrieden“, betont SV-Coach Torben König, „abgesehen von der 1:3-Niederlage in Rühen, was unser schwächstes Spiel war, haben die Jungs eine stabile Hinrunde gespielt und das umgesetzt, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet hatten.“

3. VfL Wittingen/Suderwittingen. Am 4. Spieltag lag der VfL noch auf Platz 1, dann gab es in den Topspielen gegen Rühen (0:2), Vorhop-Schönewörde (1:1) und Groß Oesingen (1:3) jedoch nur noch einen einzigen Punkt. „Wir hatten eine tolle Vorbereitung, sind super in die Saison gestartet und haben den besten Fußball gespielt, seit ich hier bin“, lobt Trainer Naim Fetahu. „Die drei letzten Spiele haben uns aber weh getan. Schade, es wäre mehr drin gewesen, auch wenn wir nie das Ziel hatten aufzusteigen.“

4. FSV Vorhop-Schönewörde. 1:5 im Wittinger Kreispokal gegen Knesebeck, 0:4 zum Liga-Auftakt gegen Groß Oesingen: Der Aufsteiger erwischte einen „Holperstart“, wie es Coach Arne Hoffart formuliert. Danach trat seine Elf aber mannschaftlich geschlossen auf, gab in jedem Spiel 100 Prozent und verlor keine einzige Partie mehr, weshalb der FSV-Trainer mit dem Ende der Hinserie „mehr als zufrieden“ ist.

5. SV Westerbeck. Die 0:7-Klatsche gegen Rühen Ende September war für Hartmut Müller zu viel: Westerbecks Coach sprach von fehlendem Teamgeist und trat zurück, Co-Trainer Andreas Königsmann übernahm. „Ich konnte Hartmuts Entscheidung verstehen, auch wenn es in menschlicher und fachlicher Hinsicht schade war, dass er aufgehört hat“, erklärt Königsmann. Er appellierte an die Einstellung seiner Spieler und durfte nach zwei Pleiten beim 3:1 in Wesendorf seinen ersten Sieg feiern. „Die Jungs haben sich zusammengerissen, die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, meint der Interimstrainer, der, wenn alles passt, SVW-Coach bleiben möchte.

6. VfL Knesebeck. Verletzungsbedingt brach dem VfL vor Saisonbeginn seine komplette Innenverteidigung (Nils Mohr, Torben Semper und Michel Kühne) weg, weshalb Neu-Trainer Helge Reinsch unter anderem Toni Roggenbach vom rechten Mittelfeld in die Abwehrzentrale beorderte. „Hinten standen wir stabil, und trainingsmäßig kann ich den Jungs auch nichts vorwerfen. Wir schießen aber leider viel zu wenige Tore und konnten unsere Ansprüche bis jetzt nicht erfüllen“, sagt Reinsch.

7. SV Osloß. In Osloß gab es im Sommer den großen Umbruch: Sechs Akteure verließen den Verein, vier hörten auf. „Dafür, dass wir einen kleinen Kader und viele junge Spieler haben, haben wir es nicht schlecht gemacht“, findet SV-Trainer Dominique Dolata. „Mit Ausnahme der Partie in Groß Oesingen haben wir in jedem Spiel relativ gut mitgehalten. Das Problem war nur, dass uns in den letzten 15 Minuten oft die Luft ausgegangen ist.“

8. Wesendorfer SC. „Es war die erwartet schwierige Hinrunde, weil wir die jüngste Truppe der Liga haben und sich die Jungs noch an das Kreisliga-Niveau gewöhnen müssen“, erklärt WSC-Coach Thorsten Hahn, der aber weiterhin optimistisch ist: „Es ist für uns noch alles drin, zumal drei Gegner noch in Reichweite sind.“

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