Drittliga-Handballer machen bis 2021 Pause

Braunschweig.  Die Mannschaft des MTV Braunschweig versucht, die Unterbrechung so gut es geht zu nutzen.

Marko Karaula (rechts) und der MTV müssen pausieren.

Marko Karaula (rechts) und der MTV müssen pausieren.

Foto: Darius Simka / regios24

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Handball-Saison in der 3. Liga sowie in der Jugend-Bundesliga bis zum Jahresende ausgesetzt. Das gab der Deutsche Handballbund (DHB) am Mittwoch bekannt. Die Wiederaufnahme ist Stand jetzt zum zweiten Wochenende im Januar geplant, „sofern dies die weitere Entwicklung zulässt“, hieß es.

Ein Drittel der Teams kann nicht trainieren

„Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings“, sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober: „Dies gilt insbesondere für die Nachwuchstalente. Unabhängig von der formalen Einordnung als Profi- oder Amateursport kämpfen wir für alle Mannschaften auf politischer Ebene darum, dass sie trainieren können, wenn sie dies tun wollen.“ Von 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männer, 59 Frauen) habe derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren, teilte der DHB weiter mit. Etwa die Hälfte dürfe den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen.

MTV-Handballer mit gemischten Gefühlen

Von der Zwangsunterbrechung sind auch die Handballer des MTV Braunschweig betroffen, die in der vergangenen Saison die Drittliga-Rückkehr perfekt machten. Als Aufsteiger ist die Mannschaft von Trainer Volker Mudrow gut in die Saison gestartet und blickt nun mit gemischten Gefühlen auf die Unterbrechung. Einerseits hätte der MTV seinen guten Lauf gerne fortgesetzt, andererseits kommt ihm die einheitliche Pause entgegen, denn die Braunschweiger gehören zu den Teams, die im Moment nicht trainieren können. „Das ist dann schon eine Form der Wettbewerbsverzerrung, wenn einige als Mannschaft trainieren können und andere wieder nicht“, sagt Mudrow.

Mudrow: Dürfen es nicht schleifen lassen

Er ist froh, dass er mit seinen Spieler nun zumindest individuell Einheiten in der Halle absolvieren kann, „auch wenn das ein großer Aufwand und nicht optimal ist“. Die Alternative, komplett auf handballspezifisches Training zu verzichten, sei aber noch schlechter. „Wir dürfen es nicht schleifen lassen, denn bis Weihnachten können wir nur vier, fünf Wochen trainieren“, erklärt Mudrow. Und sollte die Saison in der 3. Liga am 9./10. Januar wirklich fortgesetzt werden, müssen die Braunschweiger bereit sein. Durch die Unterbrechung ist der sowieso schon enge Spielplan noch einmal zusammengestaucht worden. Auf den MTV warten wie auch die anderen Teams viele Wochentagsspiele. Das wird Kraft und Konzentration kosten, doch beides braucht der MTV im Kampf um den Klassenerhalt.

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