Braunschweiger Derbyzeit in der Frauenfußball-Oberliga

Braunschweig.  Die Fußball-Frauen des BSC Acosta treffen am Sonntagmittag am Franzschen Feld auf Eintracht.

Eintrachts Ronja Riemer (Mitte) hat einen guten Lauf.

Eintrachts Ronja Riemer (Mitte) hat einen guten Lauf.

Foto: Stefan Lohmann / regios24

Am Sonntag geht es für die Meisterschaftsfavoritinnen von Eintracht Braunschweig in den Prinzenpark zum Stadtduell gegen die noch punktlosen Aufsteigerinnen des BSC Acosta. „Es ist schon ein Derby, aufgrund der Geschichte der beiden Vereine“, stellt BSC Acostas Kapitänin Jana Jaschewski klar. Lange war der BSC Acosta die Nummer eins im Braunschweiger Frauenfußball und spielte bis zum Oberligarückzug nach der Saison 2017/18 viele Jahre am Stück ebendort. Inzwischen sind die Rollen jedoch vertauscht, sodass einige Leistungsträgerinnen vom Franzschen Feld zum Biberweg gingen.

Auch Eintrachts Ronja Riemer gehörte dazu, kickte zuvor drei Saisons für Schwarz-Weiß-Grün. Die 21-jährige ehemalige Jugendspielerin des VfL Wolfsburg entschied sich im Sommer 2018, weiter Oberliga spielen zu wollen und wechselte zu Blau-Gelb. Sie erinnert sich: „Da kam mir der Aufstieg von Eintracht in die Oberliga sehr gelegen.“

Ronja Riemer wechselte vom BSC Acosta zur Eintracht

Der Abgang von Ronja Riemer sei damals schmerzhaft, aber verständlich gewesen, denkt die langjährige BSC-Acosta-Spielerin Jana Jaschewski zurück: „Nach der Saison 17/18 haben einige erfahrene Kräfte aufgehört, sodass wir freiwillig in die Landesliga zurückgegangen sind.“

Fortan formierte sich ein neues Team aus vielen jungen, hungrigen Fußballerinnen, die in der abgelaufenen Spielzeit die Rückkehr in die Oberliga perfekt machten. „Wir sind gegen Eintracht in der Außenseiterrolle, aber alle motiviert, denen die ersten Punkte in dieser Saison abzunehmen“, erklärt die 27-jährige Jaschewski. Ronja Riemer glaubt: „Gerade wegen der fehlenden Erfahrung kann uns Acosta am Sonntag gefährlich werden, weil sie unbekümmert auftreten können.“

Die Spielerinnen beider Teams kennen sich gut

Zusätzliche Brisanz ins Derby komme durch die zahlreichen Verbindungen zwischen beiden Seiten. „Man kennt sich. Taktisch kann uns Eintracht wohl nicht mehr groß überraschen“, meint Jana Jaschewski. Gegenseitig hospitiert werde nämlich regelmäßig. So ist Jaschewski auch aufgefallen, welchen ausgezeichneten Saisonstart Ronja Riemer hingelegt hat. Die Linksaußen beim BTSV war es, die mit einem herausgeholten Elfer und dem 2:1-Siegtreffer am holprigen ersten Spieltag in Hildesheim den punktemäßig optimalen Saisonstart der Eintracht einläutete. „Es macht einfach Bock momentan, Fußball zu spielen“, hat Riemer eine simple Erklärung für zwei weitere Führungstreffer und viel Durchschlagskraft.

Gegen Eintracht soll der Knoten platzen

Jana Jaschewski bezeichnet es als ihre Herausforderung, trotz der bisher eher frustrierenden Saison weiter Präsenz auszustrahlen, das junge Team zu pushen und so mit dazu beizutragen, dass der „Startschuss kommt“, wie Jaschewski die erhoffte Aufholjagd durch den ersten, befreienden Sieg ausdrückt. Dieser sei nicht nur am vergangenen Wochenende gegen Broistedt drin gewesen, sondern auch gegen die große Eintracht im Stadtduell nicht unmöglich.

BSC Acosta – Eintracht, Sonntag, 13 Uhr, Franzsches Feld.

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