Die Girls Baskets stehen vor einer Findungsphase

Braunschweig.  Der Nachwuchs-Bundesligist startet mit sieben Debütantinnen und einem neuen Trainer in die neue Bundesliga-Saison.

Das Team der Girls Baskets U18 Braunschweig/Wolfenbüttel: (hinten von links)̈Ida Bikker, Lara Bosse, Maja Rohkohl, Lisa Neubert, Svea Junger; (vorn) Marie Bywalec, Zoé Wildrich, Freya Rauschenfels, Lena Lingnau und Beeke Mennenga.

Das Team der Girls Baskets U18 Braunschweig/Wolfenbüttel: (hinten von links)̈Ida Bikker, Lara Bosse, Maja Rohkohl, Lisa Neubert, Svea Junger; (vorn) Marie Bywalec, Zoé Wildrich, Freya Rauschenfels, Lena Lingnau und Beeke Mennenga.

Foto: Darius Simka / regios24

Die Nachwuchs-Arbeit im Mädchen-Basketball dieser Region genießt einen sehr guten Ruf. Zweimal konnte bereits die deutsche Meisterschaft in der Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) errungen werden. In dieser Spielzeit zählen die Girls Baskets Braunschweig/Wolfenbüttel allerdings nicht zum Kreis der Titelkandidaten. Denn vier Stammkräfte sind altersbedingt ausgeschieden. Viele neue Gesichter sind in ihrer ersten WNBL-Saison dabei. Und in Marcel Neumann hat ein neuer, den Mädchen aber bekannter Coach übernommen.

Der 29-Jährige stand fünf Spielzeiten an der Seitenlinie der Zweitliga-Reserve von Eintracht Lionpride. In diesem Regionalliga-Team sind auch in dieser Serie wieder Talente aus seiner künftigen U18-Formation im Einsatz, zum Beispiel Maja Rohkohl.

Neuer Trainer, aber kein Unbekannter

„Die WNBL ist eine neue Herausforderung für mich. Es ist ein spannendes Projekt, Spielerinnen zu entwickeln in Richtung höherer Ziele wie der Bundesliga“, sagt Neumann, der hauptberuflich ein Fitnessstudio in Hildesheim leitet. In der abgelaufen Spielzeit wurden die Mädchen von Christian Steinwerth gecoacht, der sich nun ohne Doppelfunktion verstärkt auf die zweite Liga mit dem Lionpride konzentrieren kann.

Die Zusammenarbeit mit Neumann ist aber weiterhin eng, wie auch die von Neumann zu seinem Regionalliga-Nachfolger Björn Birla. Donnerstags trainiert die U18 zum Beispiel gemeinsam mit der Regionalliga-Truppe. Vier Mädchen spielen im Team von Birla. Zwei weitere laufen zusätzlich in dem Regionalliga-Team aus Wolfenbüttel auf.

Testspiel-Sieg nach Verlängerung

Das Niveau der Nachwuchs-Bundesliga ist laut Neumann ähnlich dem Regionalliga-Basketball der Frauen. Ein Testspiel gegen den Zweit-Regionalligisten ASC Göttingen gewannen die Girls nach Verlängerung. „Das war ein guter Test. Wir wollen natürlich in die Play-offs. Diese Saison ist aber eher ein Findungsprozess vorgesehen. Kommende Spielzeit wollen wir dann voll angreifen“, sagt Neumann. Sieben seiner Spielerinnen sind erstmals in der Liga dabei.

Die Hauptlast im Team dürfte auf Junioren-Nationalspielerin Lina Falk und Spielmacherin Franka Wittenberg liegen. Als 2003erin ist Wittenberg die älteste Spielerin im Aufgebot, die jedoch noch bis Mitte November verletzt ausfallen wird. Tragende Rollen sollen auch Lena Lingnau, Ida Bikker, Hannah Geiger und Anouk Weber einnehmen. Das Quartett weilte am Wochenende im Bundesleistungszentrum in Heidelberg bei einer Sichtung zur U16-Nationalmannschaft.

Saisonstart beim Favoriten

Die Staffel der Girls ist schwer. Mit dem TuS Lichterfelde und den ChemCats Chemnitz befinden sich zwei Kandidaten für das Top-4-Turnier um die Meisterschaft in der Gruppe Nordost, in der die ersten vier der sieben Teams in die Meisterrunde einziehen dürfen. Los geht es für die Basket mit einem schweren Auswärtsspiel in Lichterfelde (So., 14 Uhr). Das erste Heimspiel findet am 18. Oktober (14 Uhr) gegen Alba Berlin in der Halle am Landeshuter Platz in Wolfenbüttel statt. Bei den Heimspielen sind maximal 50 Zuschauer zugelassen.

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