SG möchte im Regionalliga-Titelkampf mitmischen

Braunschweig.  Die Basketballer des Traditionsvereins bauen auf neue und alte Gesichter. Dennis Schröders Einfluss ist auch hier zu spüren.

Vorsitzender Sacit Sen (Hinten von links), Fabius Berner, Simon Roosch, Alin Irincu, Olivier Borgol, Ole Pfannenschmidt, William Sesay, Amin Zine el Abidine, Coach Nico Dilukila. Nayls Jacobi (Vorne von links), Damjan Milutinovic, David Bugeac, Richard Pölderl, Jamil Hyangho. Es fehlen unter anderem Julius Seither, Jannik Göttsche und Max Trindeitmar.

Vorsitzender Sacit Sen (Hinten von links), Fabius Berner, Simon Roosch, Alin Irincu, Olivier Borgol, Ole Pfannenschmidt, William Sesay, Amin Zine el Abidine, Coach Nico Dilukila. Nayls Jacobi (Vorne von links), Damjan Milutinovic, David Bugeac, Richard Pölderl, Jamil Hyangho. Es fehlen unter anderem Julius Seither, Jannik Göttsche und Max Trindeitmar.

Foto: Stefan Lohmann / regios24

Der Zwist mit den Basketball Löwen ist überwunden. Die Basketballer der SG sind wie zu früheren Zweitliga-Tagen wieder das Farmteam des Bundesligisten und starten dementsprechend ambitioniert in die Spielzeit der 2. Regionalliga. Der Titelgewinn ist kein Muss, aber der Wunsch. Er würde den Aufstieg in die Viertklassigkeit bedeuten. Beim Angriff auf die 1. Regionalliga setzen die Verantwortlichen auf einen stark veränderten Kader.

Es gibt einige Rückkehrer. Zum Beispiel den neuen Trainer Nico Dilukila. Er spielte mit Braunschweigs NBA-Mann Dennis Schröder zusammen unter Talententwickler Liviu Calin im damaligen Zweitliga-Team. Schröder und Calin holten Dilukila nun an die Oker. Der 32-Jährige beendete bereits 2014 seine Karriere und war seitdem als Coach in Nürnberg aktiv.

Ein weiterer Rückkehrer aus jener Zeit (2011), als Schröders Stern aufging, ist Richard Pölderl von den damaligen Junior Phantoms. Der Aufbauspieler weilte zuletzt im Ausland, tritt beruflich ein Jahr kürzer und möchte im Basketball noch einmal voll durchstarten. Das dritte bekannte Gesicht ist der 20-jährige Spielmacher Damjan Milutinovic, der ebenfalls für den Bundesliga-Nachwuchs spielte und zuletzt Erfahrung in der dritten italienischen Liga sammelte.

Wie ernst es die Braunschweiger mit ihrem Blick in Richtung erster Regionalliga meinen, zeigt, dass sie seit dem Rückzug aus der zweiten Bundesliga ProB im Sommer 2015 erstmals einen Importspieler aufbieten, den Kanadier William Sesay. Der Allrounder kommt von der Universität Winnipeg und möchte austesten, wie weit es für ihn im Leistungssport gehen kann.

Weitere als Leistungsträger eingeplante Zugänge sind die Centerspieler Julius Seither, der 2013 sogar ein Bundesligaspiel für Bayreuth absolvierte und über viel Regionalliga-Erfahrung verfügt, sowie Max Trindeitmar (früher Münster). Beide hat es aus beruflichen Gründen hierher verschlagen. „Sie bringen die nötige Präsenz und Erfahrung mit“, ist Dilukila froh über zwei Lange im Team. Denn am Brett war eine Lücke entstanden. Routinier Frank Theis hat aufgehört.

Wie eng die Zusammenarbeit zwischen den Löwen und der SG ist, erklärt Dilukila: „Wir laufen fast eins zu eins dieselben Spielzüge.“ Auch die U19-Löwen werden in der Nachwuchs-Bundesliga denselben Spielstil auflegen. Den Nachwuchs hat er ebenfalls neu übernommen. Vom Profiteam der Löwen werden so oft wie möglich die Doppellizenzspieler mitwirken wie Jannik Göttsche oder Anthony Watkins. Neu verpflichtete Nachwuchsspieler wie Jamil Hyangho (Alba Berlin), Sananda Fru und Olivier Borgol (beide Berlin Tiger), die in erster Linie für die U19 geholt wurden, ergänzen das Aufgebot. Auch andere Jugendspieler sollen Einsätze erhalten. Ein Testspiel gegen den Nachbarn aus Wolfenbüttel verlief vielversprechend. Es wurde trotz fehlender Leistungsträger knapp gewonnen. Die Lessingstädter holten in der abgelaufenen Serie den Titel und sind nun Regionalligist. „Wir versuchen, den Aufstieg anzugreifen. Das Team spielt mit viel Energie und hat noch Luft nach oben“, sagt Dilukila zuversichtlich, der von Calin unterstützt wird.

Los geht es für den Traditionsverein am Sonntag (16 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in Ostfriesland bei den Baskets Logabirum. Das erste Heimspiel findet in der Tunica Halle am 3. Oktober (20 Uhr) gegen Blau-Weiß Merzen statt.

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