Der Amateurfußball steht vor dem Saisonabbruch

Braunschweig.  Der Vorstand des Niedersächsischen Fußball-Verbandes formuliert Antrag für Verbandstag mit Auf-, aber ohne Absteiger.

In den unteren Klassen wird in dieser Saison wohl kein Fußball mehr gespielt.

In den unteren Klassen wird in dieser Saison wohl kein Fußball mehr gespielt.

Foto: Henrik Bode / regio-press

Am Ende war der Gegendruck dann doch zu groß. Auch in Niedersachsen wird die Saison im Amateurfußball aller Voraussicht nach abgebrochen. Das hatte sich der Großteil der Sportvereine im Land gewünscht, allerdings nicht der Verbandsvorstand, der für eine Fortsetzung der Saison – wann auch immer – wie in Bayern plädiert hatte. Inzwischen gibt es immer mehr Landesverbände, die einen Saisonabbruch beschlossen haben, und der Niedersächsische Fußball-Verband ist nur noch einen Schritt weit davon entfernt, es gleichzutun.

Die Frage ist nur das Wie. Und in dieser Hinsicht hat der NFV-Vorstand einen großen Schritt gemacht. In einer Pressemitteilung wurde bekanntgegeben, dass sich der Vorstand, zu dem Präsidiumsmitglieder und die Vorstände der 33 Kreise gehören, auf jene Variante geeinigt haben, die einen Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Abstieg vorsieht. Ein entsprechender Antrag soll nun für den Verbandstag formuliert werden, wo am 27. Juni die Abstimmung erfolgt.

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Sollte der Antrag beim Verbandstag grünes Licht bekommen, sind in der nächsten Saison in allen Ligen deutlich mehr Mannschaften im Wettbewerb. Das führt einerseits zu mehr Saisonspielen als üblich und andererseits zu mehr Absteigern, die ermittelt werden müssen, um danach wieder auf die Sollstärke der Ligen zu kommen.

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