Freie Turner und Vahdet dürften in der Oberliga starten

Braunschweig.  Beide Braunschweiger Fußball-Vereine haben die Zulassung bekommen. Vahdet hofft auf Play-offs.

Freie Turners Yannis Fischer (rechts) im Zweikampf mit Vahdets Masirullah Omarkhiel (links). Beide Klubs traten zuletzt im Februar 2019 in der Liga gegeneinander an.

Freie Turners Yannis Fischer (rechts) im Zweikampf mit Vahdets Masirullah Omarkhiel (links). Beide Klubs traten zuletzt im Februar 2019 in der Liga gegeneinander an.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Ab wann und in welcher Form es ab Sommer eine neue Fußball-Oberligasaison geben wird, ist derzeit noch offen. Zumindest aber steht fest: Die Freien Turner und der TSC Vahdet dürften rein formell dabei sein. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) erteilte beiden Vereinen die Zulassung. In sportlicher Sicht haben aber beide ihren Platz noch nicht sicher.

Vier Szenarien werden derzeit noch diskutiert: Saisonabbruch mit Auf- und Absteigern nach der Quotientenregelung, Abbruch ohne Absteiger, aber mit Aufsteigern, Saisonannullierung und damit kein Auf- und Abstieg oder aber eine Fortsetzung der laufenden Spielzeit. Die Freien Turner wären nur im Fall einer Fortsetzung noch vom Abstieg in die Landesliga bedroht.

Das Team von Trainer Kosta Rodrigues ist zwar Neunter, hat aber bis zu fünf Partien mehr ausgetragen als die Konkurrenz. „Ich glaube nicht an eine Fortsetzung. Die Mehrheit der Vereine ist dagegen, es würde zu viel durcheinander bringen“, sagt Rodrigues, der mit seiner Mannschaft vor wenigen Tagen wieder ins Kleingruppentraining eingestiegen ist. Mit Abwehrspieler Antonio Diana vom MTV Wolfenbüttel kann der Coach auch schon einen Neuzugang für die nächste Saison verkünden, weitere sollen folgen.

„Wir planen für einen Spielbetrieb ab 1. September“, fügt Olaf Barnbeck hinzu. Der Fußball-Abteilungsleiter erklärt, dass es mit der Zulassung wie in den Vorjahren keine Probleme gegeben habe. Alle wichtigen Sponsoren des Klubs hätten grünes Licht für eine weitere Zusammenarbeit gegeben.

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Ruhiger geht es bei Vahdet zu. Der Verein hat sich dazu entschieden, den Trainingsbetrieb weiter ruhen zu lassen. „Ohne ein konkretes Ziel zu haben, macht es keinen Sinn. Nur in Kleingruppen zu trainieren, ist etwas anderes. Und was ist, wenn es regnet und die Spieler danach nicht einmal duschen dürfen?“, meint Trainer Fatih Özmezarci. Vahdet ist Landesliga-Zweiter und hat neben den vier Mitkonkurrenten um den Oberligaaufstieg die Zulassung erteilt bekommen. Özmezarci hatte sich schon immer für eine Fortsetzung der laufenden Saison ausgesprochen, notfalls auch für eine Ermittlung des Aufsteigers mit Hilfe einer Play-off-Runde. Spitzenreiter SVG Göttingen, der SSV Kästorf als Dritter und sein Team könnten dies unter sich ausmachen, findet Özmezarci. Den ebenfalls mit einer Oberligazulassung bedachten, aber acht Punkte hinter seiner Mannschaft liegenden Vierten Vorsfelde hat der Trainer dabei nicht mehr auf dem Zettel.

Geht es nach Özmezarci, wird der Verein zum NFV-Verbandstag am 27. Juni die Austragung der Relegationsrunde beantragen. Personell macht der Klub bereits Nägel mit Köpfen: Zahlreiche Spieler hätten für die nächste Saison unabhängig von der Ligazugehörigkeit zugesagt, so Özmezarci. Und auch mit drei externen Neuzugängen habe man sich bereits geeinigt. Weil die Saison aber noch fortgesetzt werden könnte, sollen die Namen noch nicht bekanntgegeben werden.

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