Siegerin Büyükakcay: „Das Turnier verdient ein höheres Level“

Braunschweig.  Siegerin Cagla Büyükakcay schwärmt vom Flair und der Organisation des Braunschweiger Tennis-Weltranglistenturniers. Die Organisatoren sind glücklich.

Cagla Büyükakcay ballt die Siegerfaust. Die Türkin lobte nach ihrer Braunschweig-Premiere die Womens Open überschwänglich.     

Cagla Büyükakcay ballt die Siegerfaust. Die Türkin lobte nach ihrer Braunschweig-Premiere die Womens Open überschwänglich.     

Foto: Susanne Huebner Fotoagentur Huebner

An Lob für das Braunschweiger Weltranglisten-Tennisturnier mangelt es nicht. Kaum eine Spielerin, die nicht ein paar nette Worte für Freddy Pedersen und sein Organisationsteam übrig hat und nicht die familiäre, herzliche Atmosphäre bei den Womens Open im Bürgerpark hervorhebt, wenn man sie nach ihrem Turnierurteil fragt.

Doch Cagla Büyükakcay tat das am Sonntag völlig ungefragt. „Das ist eines der besten Turniere, auf dem ich je war“, schwärmte die Siegerin der elften Auflage bei der Ehrung des 25.000-Dollar-Turniers ins Mikrofon und dankte allen, die mitgewirkt hatten. „Ich werde diese Braunschweiger Woche nie vergessen.“

Und die 29 Jahre alte Türkin ist schon weit rumgekommen in der Tenniswelt. Sie war bereits die Nummer 60 und spielt seit Jahren im Fed Cup für ihr Land. „Dieses Turnier verdient ein höheres Level“, führte sie später noch aus. „So wie das hier organisiert ist, findet man es sonst bei 80.000er- oder 100.000er-Turnieren.“ Angefangen bei den Courts, den Umkleiden, dem Essen über die Trainingsmöglichkeiten bis hin zum zu Fuß durch den Park erreichbaren Top-Hotel sei alles perfekt. „Als Spielerin fühlst du dich hier sehr wohl.“

Bei solchen Hymnen der Profis geht Turnier-Chef und -Initiator Freddy Pedersen natürlich das Herz auf. „Dass es den Spielerinnen immer so gut gefällt, macht mich schon stolz“, sagte er gerührt und resümierte: „Ich glaube, in dieser Woche haben wir ein besonders rundes, gelungenes Sport-Event hingelegt.“

Das fing schon mit dem Wetter an, die Womens Open gingen mit viel Sonne und ohne Regentag über die Bühne. Der Zuschauerzuspruch war gut. Obwohl wegen des verkleinerten Qualifikationsfeldes ein Spieltag wegfiel, knackte das Turnier die 3000-Besucher-Marke.

Dass die elektronischen Anzeigetafeln seit Samstagabend nicht gingen, hatten die Braunschweiger nicht zu verantworten. Weltweit war das angeschlossene Livescore-System der ITF ausgefallen, und so wurde für die Zuschauer vor Ort zur guten alten handbetriebenen Ergebnistafel gegriffen. Auch der Besuch von Deutschlands Frauentennis-Chefin Barbara Rittner nach sieben Jahren Abstinenz aus terminlichen Gründen freute die Verantwortlichen und ihr Helferteam, zumal Rittner sich auch noch zum gemeinsamen Foto mit aufstellte.

„Es war grandios“, schwärmte Volker Jäcke, der mit Pedersen und dessen Tochter Majlena die Turnierleitung bildet. „Wir haben wirklich guten Sport gesehen“, hob er vielen spannenden Dreisatz-Matches hervor, die es ab dem Viertelfinale zu sehen gab. „Und eine Deutsche im Finale – das ist immer besonders attraktiv für die Zuschauer.“

Freddy Pedersen bedankte sich auch noch beim gastgebenden BTHC für die größere Unterstützung des Turniers und freute sich, schon die zwölfte Auflage der Womens Open ankündigen zu können. Denn die Hauptsponsoren Öffentliche Versicherung und Landessparkasse haben bereits für 2020 zugesagt, und Pedersen hat auch von seinem rund 40-köpfigen ehrenamtlichen Team schon das Okay für eine weitere „tolle Woche“ bekommen.

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