Lamme gewinnt enges Stadtduell gegen Eintracht II

Braunschweig.  In der Fußball-Landesliga belohnen sich die Gäste nicht für einen starken Auftritt. Die Germanen drehen nach der Pause auf.

Der Lammer Feysel Demir (links) versucht im Stadtduell, Eintracht-Spieler Nevio Engel an der Ballannahme zu hindern.

Der Lammer Feysel Demir (links) versucht im Stadtduell, Eintracht-Spieler Nevio Engel an der Ballannahme zu hindern.

Foto: Peter Sierigk

In einem umkämpften und engen Derby rang der TSV Germania Lamme die Zweitvertretung von Eintracht mit 2:1 (0:0) nieder. Dadurch feierten die Gastgeber am zweiten Spieltag die ersten Punkte, während die Löwen trotz einer couragierten Leistung mit leeren Händen dastehen.

Die Anfangsminuten im blau-gelben Duell gehörten der Gäste-Elf von Trainer Marcus Danner. Immer wieder bekam das neu zusammengewürfelte Team Druck auf Ball und Gegner, einzig die klaren Aktionen blieben aus. „Die ersten zehn Minuten sind ein bisschen an uns vorbeigegangen. Da war ich sehr froh, dass nichts nach hinten losgegangen ist“, kommentierte Lammes Trainer Sean Krebs erleichtert. „Danach waren wir aber gut im Spiel. Wir hatten Torabschlüsse und gute Chancen.“

Gute Chancen für Lamme

Ein Abschluss vom auffälligen Michele Fassa parierte Tobias Bremer, und eine scharfe Hereingabe von Alexander Plaianu konnte die Abwehrreihe um Kapitän Gunnar Niemann in höchster Not bereinigen. Kurz vor der Pause war die Eintracht dann erneut am Drücker.

Nach der Halbzeitpause nahm das Stadtduell deutlich an Fahrt auf. Die erste Großchance führte zum 0:1. Der agile Timo Richter wurde in die Tiefe geschickt und legte vor dem Tor quer auf Steffen Blechner, der wiederum in den Rückraum zu Zimpfer spielte. Mit einem satten Schuss ins lange Eck markierte der Linksaußen die Führung (49.).

Doch die bestand nur kurze Zeit. Eine scharf vors Tor gebrachte Flanke von Marc Scholz verwertete Fassa zum 1:1 (51.). In der Folge war es wieder die Eintracht, die überlegen agierte. Marvin Oktay hätte auf 1:2 stellen können, schoss aber über das Tor. Viele Nicklichkeiten bestimmten nun die Partie, in der sich immer wieder Möglichkeiten für die Danner-Elf boten. „In der zweiten Hälfte waren wir deutlich am Drücker, haben viel Druck ausgeübt und viele Torchancen herausgespielt. Wir haben klare Chancen und müssen die nutzen“, sagte Danner.

Fahrtmann erzielt Siegtreffer

Die Gastgeber in Person von Thore Fahrtmann waren es, die dem Spiel die Pointe gaben. Der Akteur, der auch schon gegen den TSC Vahdet in der Vorwoche getroffen hatte, setzte seinen Körper gut in Szene und schob vor Bremer zum umjubelten 2:1 ein (81.). Augenblicke später konnte Grazian Borucki nach einer schnellen Balleroberung auf 3:1 erhöhen, doch Bremer blieb Sieger.

Die Eintracht warf nun alles nach vorn, Richter traf in der Nachspielzeit zum 2:2 – allerdings aus einer Abseitsstellung heraus. „Ich kann den Jungs kämpferisch und spielerisch keinen Vorwurf machen. Wir haben das zweite Tor verpasst und uns dadurch selbst geschlagen“, bilanzierte Danner. „Ich bin heilfroh, dass wir gewonnen haben. Wahrscheinlich wäre ein Unentschieden auch nicht ungerecht gewesen“, meinte Krebs.

Tore: 0:1 Zimpfer (49.), 1:1 Fassa (51.), 2:1 Fahrtmann (81.).

TSV Lamme: Podlech - Hoßbach, Hermes (64. Weisser), Demir (46. Scholz), Hanke - Bock - Plaianu, Eggers (46. Ulrich), Borucki, Fassa - Fahrtmann.

Eintracht: Bremer - Karger, Niemann, Ahrens (84. Jammeh), Capli - Reddemann, Grah - Zimpfer, Blechner (55. Oktay), Walther - Engel (46. Richter).

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder