Die Sponsoren bleiben an Bord

Braunschweig.  Turnierchef Freddy Pedersen will mit Womens Open in Braunschweig auch nach der zehnten Auflage weitermachen.

Das Organisatoren- und Helferteam der Womens Open, das nach dem Wunsch von Turnierchef Freddy Pedersen (Mitte rechts) bis zum nächsten Jahr ruhig noch wachsen könnte.

Das Organisatoren- und Helferteam der Womens Open, das nach dem Wunsch von Turnierchef Freddy Pedersen (Mitte rechts) bis zum nächsten Jahr ruhig noch wachsen könnte.

Foto: Mathias Schulz / Privat

So ein Jubiläum stimmt immer auch nachdenklich. Was muss optimiert werden, soll es weitergehen? Solche Fragen haben Freddy Pedersen in den Tagen der Womens Open beschäftigt. „Dass wir das jetzt schon zum zehnten Mal machen, hat mich selbst überrascht“, bekennt der Turnierchef. „Und es ist ein guter Anlass zu prüfen, ob unser Team noch brennt.“

2009 hatte er mit seinen Mitstreitern im Förderverein Tennis Braunschweig das Weltranglistenturnier ins Leben gerufen. Um 10 000 Dollar Preisgeld wurde damals gespielt, seine Töchter schlugen selbst noch auf. Inzwischen gibt es 25 000 Dollar und mehr Weltranglistenpunkte zu gewinnen, und seine Kinder sind in Berlin und Halle berufstätig, nehmen aber wie Pedersen gerne Urlaub, um beim Turnier mitzuhelfen. Ein Familienbetrieb.

Und der „brennt noch“ und wird weitermachen, das steht schon fest. „Beide Hauptsponsoren bleiben an Bord“, freut sich Pedersen über die Vertragsverlängerungen der Öffentlichen Versicherung und der Landessparkasse. Mit der Unterstützung der Brunswiek Marketing, die das ATP-Männerturnier organisiert, und des gastgebenden BTHC sowie des Restaurants Rokkoko auf dem Klubgelände wird ein Paket geschnürt, das bei den Spielerinnen keine Wünsche offen lässt. „Das ist wirklich ein Vorzeigeturnier mit toller Organisation und toller Atmosphäre. Wer einmal hier war, kommt gerne wieder“, urteilt DTB-Bundestrainer Dirk Dier, der mit dem Talent-Team des Verbandes angereist war.

Auch Halbfinalistin Greta Arn, zum ersten Mal in Braunschweig, schwärmt: „Das Hotel im Grünen mit dem Fußweg durch den Park zur Anlage – da ist alles megaschön.“ Sie hat als einstige Nummer 40 der Welt schon viele Orte gesehen und rät: „Da könnte man noch ein größeres Turnier draus machen.“

Und das ist genau die Frage für Pedersen. Soll das Turnier weiter wachsen? Die nächste Kategorie wäre eine 60 000-Dollar-Veranstaltung. Er tendiert eher nicht dazu. „Da glänze ich vielleicht als Veranstalter, aber können wir dann noch ein Sprungbrett für junge Talente sein, wie es unser Ansatz ist?“ Das wird auch so schwer genug. Durch die Reform bei der ITF wird die 25000-Dollar-Kategorie ab nächstem Jahr das Einstiegslevel im Kampf um Weltranglistenpunkte.

Das Gerangel um die Plätze dürfte noch größer werden und das Niveau weiter steigen. Auf jeden Fall will Pedersen das Helferteam aufstocken, das diesmal schon durch Freiwillige ergänzt wurde, die als Zuschauer kamen und spontan mit anpackten. „Wir brauchen mehr Unterfütterung, allein die Plätze machen bei so einem Wetter viel Arbeit“, weiß Pedersen und setzt auf den BTHC, der sich zur Freude des Turnierchefs immer enger einbindet. „Auch das ist unheimlich aufbauend für uns.“

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