Kralenriede siegt im Stadtderby

Braunschweig  Volkmarode unterliegt 2:4 und zahlt der Unerfahrenheit Tribut.

Kralenriedes Jens Schleicher (links) setzt sich gegen Nicolas Nöh durch und sorgt für Gefahr vor dem Volkmaroder Gehäuse.

Kralenriedes Jens Schleicher (links) setzt sich gegen Nicolas Nöh durch und sorgt für Gefahr vor dem Volkmaroder Gehäuse.

Foto: Peter Sierigk

Klar mit 4:2 (2:0) setzte sich der SV Kralenriede im Braunschweiger Derby der Bezirksliga beim SC Volkmarode durch.

Lediglich den Start verschliefen die Gäste aus dem Norden der Stadt ein wenig, SVK-Torwart Daniel Ganzert parierte zunächst einen Schuss von Ceyhun Acar. Doch auch sein Gegenüber Till Stengel wurde von Danny Bandurski, der erstmals gegen seinen alten Klub auflief, gefordert. Was bereits zu diesem Zeitpunkt auffiel, war die fehlende Zuordnung in der Abwehr der Gastgeber, kurzfristig musste Marco Dimitrijevic (private Gründe) ersetzt werden, und seine ordnende Hand fehlte sowohl in der defensiven Zuordnung als auch im Spielaufbau. Die Folge: Nach einem Freistoß von Tim Thormeyer kam Daniel Neumann (32.) unbedrängt zum Kopfball und traf zum 0:1. Und Volkmarode hatte sich noch nicht sortiert, da traf Tim Thormeyer per Kopfball zum 2:0 (38.).

Läuferisch und kämpferisch war den Gastgebern kein Vorwurf zu machen, und dann kam auch noch Pech dazu. Der Schiedsrichter wertete einen Treffer von Jens Schleicher (55.), obwohl sein Assistent zuvor klar die Fahne wegen Abseitsstellung des Schützen gehoben hatte. „Das hat uns endgültig den Zahn gezogen“, meinte SCV-Trainer Wlado Dimitrijevic. Thorben Aufderheide schloss schließlich einen Konter, den Bandurski eingeleitet hatte, zum 4:0 (62.) ab. Die zwei Treffer von von Lennart Kalup (83.) und Ceyhun Acar (88.) waren der zum Ende etwas lauen Gangart der Kralenrieder geschuldet, die ihr Trainer Detlef Thormeyer auch bemängelte: „Die Treffer waren unnötig.“ Ansonsten sagte er zufrieden: „Wir haben unser Spiel durchgezogen, diszipliniert und stabil gestanden und die Chancen genutzt.“ Volkmarodes Trainer Wlado Dimitrijevic sagte: „Die Niederlage ist auch unserer Unerfahrenheit geschuldet. Es fehlte auf dem Platz ein echter Führungsspieler. Kralenriede hat uns sein Spiel aufgedrängt, und wir fanden keine Mittel dagegen.“

Volkmarode: Stengel – Bussenius, Nöh, Probst (82. Lüttich), Fichtner – Zabbarov, Bakan (71. Angelini), Biermann (46. Müller), Acar, Kalup – Timo Schaper. Kralenriede: Ganzert – Brzesofsky, Koziel (12. Aufderheide), Koch, Helmke – Wille, Tim Thormeyer (63.Torben Thormeyer), Opel, Neumann, Bandurski (75. Camgöz) – Schleicher.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder