Freie Turner qualifizieren sich für den DFB-Pokal

Braunschweig  Riesenjubel bei den Freien Turnern: Der Fußball-Oberligist hat sich für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal qualifiziert.

Die Sensation ist perfekt: Fußball-Oberligist Freie Turner steht im Finale des NFV-Pokals und ist damit für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert. Mit 1:0 (0:0) gewann die Mannschaft von Trainer Uwe Walther gestern gegen Regionalligist VfB Oldenburg.

Gänsehaut-Atmosphäre herrschte für die Turner-Akteure schon beim Einlaufen: 6350 Zuschauer waren ins Stadion an der Hamburger Straße gekommen, darunter rund 600 Gäste-Anhänger. „Braunschweiger Jungs, Braunschweiger Jungs, wir sind alle Braunschweiger Jungs“, sangen auch viele Eintracht-Fans ihre Solidarität mit dem Prinzenpark-Klub heraus.

Nervosität war den Gastgebern an ungewohnter Spielstätte jedoch nicht anzumerken. Ganz im Gegenteil: Die Braun-Weißen erwischten den bessern Start: Kurz nach Anpfiff umspielte Dominik Franke auf halblinker Position Oldenburgs Keeper. Doch sein Pass in die Mitte fand keinen Abnehmer. Auch in der Folge setzten die Turner Offensivakzente. Doch zu viele Flanken segelten zu nah vor das Gäste-Tor und landeten in den Fängen des Gästetorwarts.

Oldenburg wurde erst mit zunehmender Spieldauer gefährlicher. Bei der einzig nennenswerten Chance der Gäste rettete Turner-Schlussmann Daniel Reck gegen den frei stehenden Lucas Hoeler, wenige Minuten, bevor eine ausgeglichene erste Spielhälfte endete.

Kurz nach Wiederbeginn dann der Paukenschlag: Kapitän Julian Eggers schlenzte den Ball von der Strafraumecke ins lange Eck zum 1:0. Kurz darauf köpfte Jan Lührs nach einer Ecke nur knapp neben das Tor.

Und die Stadionbesucher sangen lauthals: „Gegen Turner kann man mal verlieren“ und „Ihr könnt nach Hause fahren“. Gar von Berlin träumten die Braunschweiger Anhänger. Die Turner hatten die Begegnung im Griff, zu keiner Zeit sah es danach aus, als könne der Regionalligist die Partie drehen.

Standing Ovations gab es für die Auswechselspieler: Philipp Stucki verabschiedete sich nach einer starken Partie in der 79. Minute. Der eingewechselte Adrian Morton sorgte in den verbleibenden zehn Minuten noch einmal für Gefahr vor des Gegners Tor.

In den letzten Minuten der regulären Spielzeit hielt es keinen der Turner mehr auf der Bank – Arm in Arm und mit den Händen zu Fäusten geballt warteten sie auf den Schlusspfiff – ebenso wie die 6000 Braunschweiger Anhänger.Oldenburg setzte indes alles auf Angriff: Keeper Mansur Faqiryar versuchte sich ebenfalls als Offensivkraft.

Und dann der erlösende Pfiff: Die Ersatzspieler liefen zu ihren Mannschaftskollegen, die ob der kräftezehrenden Partie teils mit Krämpfen auf dem Platz lagen. Andere bekamen eine Bierdusche. Schließlich ließ sich die Schützlinge von Trainer Uwe Walther von den Anhängern in der Südkurve und auf der Haupttribüne feiern, gaben Interviews und kletterten teilweise auf die Zäune.

Anschließend ging die Party in der Kabine weiter – für’s Erste auf jeden Fall…

Tor: 1:0 Julian Eggers (50.).

Freie Turner: Reck– Behrens, Fricke, Krüger (66. Fiedler) – Bräunig, Lührs, Samawatie, Kaupert – Franke (84. J.-P. Walther), Eggers – Stucki (79. Morton).

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Den Sieg der Freien Turner haben wir in zahlreichen Bildern festgehalten.

Galerie 1: Die Fans vor dem Spiel im Stadion

Galerie 2: Die Freien Turner qualifizieren sich für den DFB-Pokal

Galerie 3: Die Turner feiern den Sieg über Oldenburg

Der Artikel wurde aktualisiert.

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