Löwen-Spielmacher Klepeisz: „Wir sind einen Schritt voraus“

Braunschweig.  Braunschweigs Basketballer sind mit ihrer Arbeit im Trainingslager sehr zufrieden und freuen sich auf die ersten Testspiele.

Der designierte Löwen-Kapitän Thomas Klepeisz ist im September nochmal im österreichischen Nationalteam gefordert.

Der designierte Löwen-Kapitän Thomas Klepeisz ist im September nochmal im österreichischen Nationalteam gefordert.

Foto: Susanne Huebner /Fotoagentur Hübner

Ziemlich platt, aber guter Dinge sind Braunschweigs Basketballer aus ihrem fünftägigen Trainingslager in Rotenburg/Fulda zurückgekehrt. Sie hätten danach ihren freien Donnerstag genossen, meinte Sportchef Frank Menz, wobei an diesem Tag allerdings erstmal die Rückreise anstand. „Das ist für mich ein freier Tag“, lachte Menz, der seine Jungs gestern morgen schon wieder in den Kraftraum geschickt hatte.

„Es war sehr intensiv, wir haben ziemlich Gas gegeben“, berichtet Thomas Klepeisz aus Spielersicht. „Wir sind eine motivierte Truppe, und ich denke, der Uli war zufrieden“, resümierte er und meinte Athletiktrainer Uli Bode, der bei seinen harten Einheiten in Halle und Wald gewöhnlich keine Gnade kennt.

Entscheidend aus Sicht der Profis in so einem Trainingslager seien die Rahmenbedingungen, urteilt der Löwen-Spielmacher. „Gutes Essen ist fast das Wichtigste, und wenn dann die Zimmer noch groß und sauber sind, sind die meisten schon zufrieden.“ Das alles sei in Rotenburg perfekt gewesen, dazu noch eine gute Halle, Sauna und Pool zum Entspannen – alles bestens.

Höchst zufrieden zeigte sich auch der Trainer, zumal alle Profis die Anstrengungen verletzungsfrei überstanden haben. „Wir sind relativ weit vorangekommen, dafür, dass wir erst 14 Tage arbeiten“, lobte Menz. „Man merkt ganz deutlich, dass wir den Stamm der Mannschaft halten konnten.“

Das war auch Klepeisz’ Erkenntnis: „Wir sind einen Schritt voraus im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren“, sagt der Österreicher, der mit den Löwen in seine dritte Saison geht und demnächst in der Nachfolge seines Freundes Tim Schwartz zum Teamkapitän ernannt werden dürfte. „Ich hoffe, dass wir das nutzen und einen Vorteil daraus ziehen können.“

Neben dem Training sei bei Spaziergängen und Spieleabenden genug Zeit fürs Kennenlernen gewesen, sagte Menz. „Menschlich haben wir die Bestätigung bekommen, dass alle gut zusammenpassen, das Teambuilding stand ja im Vordergrund.“ Das gilt für die gesamte Organisation, Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt und Aufsichtsratschef Paul Anfang fuhren ebenfalls nach Rotenburg und tauschten sich mit den Spielern aus.

Als nächsten Baustein möchte Menz noch die Spielerfrauen einbauen und Teamaktionen mit ihnen zusammen organisieren. „Sie haben mit ihrer Unterstützung einen maßgeblichen Anteil an der Stimmung und müssen sich auch zugehörig fühlen“, betont er.

Nun wächst bei den Löwen die Vorfreude auf die ersten Testspiele. Gleich drei stehen innerhalb einer Woche auf dem Programm, gegen die Hamburg Towers, die Paderborn Baskets und Ligarivale Vechta, wobei es sich um nichtöffentliche Partien handelt, Ort und Zeit geheim bleiben und auch im Nachhinein nicht viele Details veröffentlicht werden sollen.

Die Spieler jedenfalls können es kaum erwarten, endlich richtig um Punkte und Siege zu kämpfen. „Dann weiß man auch, dass die erste harte Phase der Vorbereitung geschafft ist“, sagt Klepeisz, der im Nationalmannschaftsfenster mit Österreich noch zum Lehrgang nach Portugal fliegt und dann am 13. September ein EM-Vorqualifikationsspiel gegen Zypern bestreitet.

Menz ist vor allem im Blick auf die Neuzugänge gespannt: „Bisher haben alle einen guten Eindruck hinterlassen und passen gut rein. Aber die wahren Qualitäten kann man erst in den Spielen beurteilen.“

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