Jackson ist ein Glücksgriff für die Lions

Braunschweig.  Der US-Amerikaner fühlt sich in seinem Premiere-Jahr in Braunschweig pudelwohl und hilft der Abwehr sehr.

Basil Jackson hat sich gleich gut eingefunden bei den Lions und bringt auch die Leistung, die man von ihm erwarten darf als Führungsspieler in der Abwehr.

Basil Jackson hat sich gleich gut eingefunden bei den Lions und bringt auch die Leistung, die man von ihm erwarten darf als Führungsspieler in der Abwehr.

Foto: Fabian Uebe

Es ist wie ein Steigerungslauf für die Braunschweiger Footballer, den der Saisonbeginn bietet. Die Lions begannen mit einem Test gegen Zweitliga-Aufsteiger Hannover und spielten dann zweimal gegen Play-off-Kandidat Cologne Crocodiles. Und jedes Mal verließen die Löwenstädter den Platz als klarer Sieger. Was mindestens genauso wichtig ist: Sie agierten von Woche zu Woche besser, individuell und als Team. Und sie zeigten immer mehr Spielwitz.

Am Samstag nun steht in Berlin das von den Braunschweigern mit einiger Spannung erwartete Duell bei den Rebels an. Klar, die Hauptstädter zählen seit Jahren zu den besten drei, vier Mannschaften im Norden. Aber was diese Partie so brisant macht, ist die Erinnerung an das Vorjahr. Da schafften die Rebels gegen die Lions Siege im Hin- und im Rückspiel. Das war einem Nord-Erstligisten zuletzt 2012 gelungen und 2018 in der Punktrunde keinem anderen auch nur einmal.

Neuverpflichtungen schlagen ein

Natürlich gibt es keine Erfolgsgarantie für die Lions. Aber was es deutlich einfacher macht, eine gute Saison zu spielen, ist das glückliche Händchen, das die Verantwortlichen mit den Neuverpflichtungen hatten. Zum Beispiel mit Basil Jackson. Es ist immer ein großes Stück Ungewissheit dabei, wenn ein US-Amerikaner, der tolle Statistiken aufweist, erstmals in Deutschland Football spielen soll. Das ganze Sport-System ist grundlegend anders bei uns als in den USA. Und dass die Mitspieler überwiegend arbeiten müssen, bevor sie zum erst abendlichen Training kommen, ist ebenfalls für US-Boys ungewohnt. Zu allem kommt oftmals Heimweh, das plötzlich zuschlagen kann.

„Ich mag das Essen, die Coaches, die Menschen hier“

Doch Jackson scheint das alles prima verarbeitet zu haben. „Es ist meine erste Zeit in Europa. Ich genieße das. Die Menschen in Braunschweig sind sehr freundlich, ich bin ganz toll aufgenommen worden. Alle haben mir von Beginn an das Gefühl gegeben, dass ich sehr willkommen bin“, sagt Jackson und zählt auf: „Ich mag das Essen hier, die Coaches, die Menschen und liebe es, hier Football zu spielen. Das ist eine großartige Erfahrung, die ich mache.“

Der flinke Abwehrspieler aus der zweiten Verteidigungsreihe hat den Steigerungslauf der Lions am eigenen Leib miterfahren. „Vom ersten zum zweiten Spiel gegen Köln hat es bei uns eine klare Verbesserung gegeben. Das ist wichtig. Die Coaches haben uns sehr klar aufgezeigt, welche Fehler korrigiert werden müssen. Und wir haben das umgesetzt. Von Woche zu Woche wachsen wir als Einheit mehr zusammen. Es ist schön, das mitzuerleben“, schwärmt der Linebacker.

Auch Cheftrainer Troy Tomlin weiß: „Eigentlich kennen sich alle Amerikaner, die für uns spielen, gut aus, wie es hier läuft. Nur bei Jackson war es ein bisschen ungewiss, wie er sich machen würde.“ Doch alles läuft gut. „Wir sind begeistert von ihm und wie er sich ins Team integriert hat.“

Mit den Rebels noch eine Rechnung offen

Tomlin möchte nicht gern viele Worte über die Niederlagen gegen die Rebels im Vorjahr verlieren. „Es ist eine neue Saison. Und wir wollen immer jedes Spiel gewinnen“, sagt der Chefcoach und betont: „Für uns ist wichtig, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt, dass sie einen Schritt nach vorn macht, besseren Football spielt, jede Woche.“

Aber seine Männer seien natürlich hoch motiviert, wie übrigens die Rebels auch, meint Tomlin. Zumal die Berliner in der Vorwoche ihren Heimauftakt mit einer Derby-Niederlage gegen Potsdam vermasselten, „und jetzt sicherlich Wiedergutmachung anstreben“.

Jackson hat die Lions-Niederlagen gegen die Rebels im Vorjahr natürlich nicht miterlebt. Aber das Abwehr-Ass braucht offenbar keine besondere Motivation für die anstehende Aufgabe: „Es geht darum, Spaß zu haben. Und der größte Spaß ist, wenn man alles gibt, wenn das Team gut zusammen spielt und wenn man gewinnt. Ich freue mich am meisten, wenn ich dem Team helfen kann, erfolgreich zu sein. Darum bin ich hier.“

Berlin Rebels – Lions Braunschweig, Samstag, 18 Uhr, Mommsenstadion

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