Eintracht Braunschweig: Behrendt erhöht den Konkurrenzkampf

Braunschweig.  Brian Behrendt darf gegen Düsseldorf erstmals für Braunschweig auflaufen. Spielt er von Beginn an, muss ein anderer seinen Startelf-Platz abtreten.

Brian Behrendts Integration bei Eintracht Braunschweig ist laut Trainer Daniel Meyer weit vorangeschritten.

Brian Behrendts Integration bei Eintracht Braunschweig ist laut Trainer Daniel Meyer weit vorangeschritten.

Foto: Imago/nordphoto

Mit Brian Behrendt hat Eintracht Braunschweigs Cheftrainer Daniel Meyer eine weitere Option für die Innenverteidigung erhalten. Der Neuzugang von Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld darf am Montag im Zweitliga-Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (20.30 Uhr/Sky) erstmals für den Aufsteiger auflaufen. Bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Erzgebirge Aue am vergangenen Sonntag war der 29-Jährige aufgrund der Regularien der Deutschen Fußball-Liga noch nicht spielberechtigt.

Doch gegen die Fortunen kann man getrost davon ausgehen, dass Behrendt sofort zur Startformation der Löwen gehören wird. Einerseits wegen der hochgradig anfälligen Braunschweiger Defensive, die bereits 32 Gegentore hinnehmen musste. Andererseits, weil die Integration des neuen Spielers im Kader der Blau-Gelben weiter fortgeschritten ist als gedacht.

Brian Behrendt: Bei Eintracht Braunschweig gut integriert

Die Gründe: Behrendt durfte aufgrund einer Sondergenehmigung, die der abgebende Verein Bielefeld ausgestellt hatte , bereits vor offiziellem Vertragsbeginn mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Er kennt sogar einige Mitspieler von früheren Stationen. Mit Lasse Schlüter lief er in zwei Partien zusammen für die U17 des Hamburger SV auf. Felix Burmeister und Leandro Putaro spielten zeitgleich mit dem in Bremervörde geborenen Fußball-Profi für Arminia Bielefeld. Und Dominik Wydra und Behrendt kennen sich von ihrer gemeinsamen Station bei Rapid Wien.

Dementsprechend nahm Eintrachts Cheftrainer Meyer früh positive Signale wahr. „Er kannte einige Jungs. Gefühlt war er gleich mittendrin“, sagte der 41-Jährige über den Mann, der künftig das Trikot mit der Nummer 30 tragen wird. Die ersten sportlichen Eindrücke gab es gleich dazu: „Er tritt lautstark auf und ist klar in seinen Aktionen. Das sind Dinge, die uns ein wenig gefehlt haben.“

Die Anwesenheit des erfahrenen Verteidigers sorgt aber auch für einen erhöhten Konkurrenzkampf im Team der Eintracht. Einer wird mindestens seinen Platz in der Startaufstellung verlieren, wenn Behrendt von Meyer schnell das Vertrauen erhält. Weitere Verschiebungen sind denkbar.

Eintracht Braunschweig: Viererkette mit Nikolaou und Behrendt denkbar

Zunächst ist aber davon auszugehen, dass der 1,87 Meter große Abwehrmann neben Jannis Nikolaou in einer Viererkette auflaufen wird. Nikolaou ist der stabilste Spieler der Eintracht in der hintersten Reihe. Der gelernte Mittelfeldspieler leistete sich zuletzt aber wie viele seiner Mannschaftskameraden einige Unaufmerksamkeiten. „Wir glauben, dass Jannis für uns einen größeren Mehrwert im Mittelfeld hat. Aber wir benötigen Stabilität und werden hinten jetzt nicht alles über den Haufen werfen“, betont Meyer.

Das bedeutet also in nächster Zeit wenig Hoffnung auf Spielzeit von Beginn an für Michael Schultz, Nico Klaß oder den gerade verletzten Felix Burmeister. Robin Ziegele wird vorerst mit der Position auf der rechten Seite Vorlieb nehmen müssen, solange Danilo Wiebe angeschlagen ausfällt.

Seinen Platz im Abwehrzentrum würde damit Dominik Wydra verlieren, der die Eintracht zuletzt als Kapitän aufs Feld führte. Der Österreicher ist kein gelernter Verteidiger und tut sich insbesondere in der Viererkette schwer. Kehrt Meyer zur Fünferkette zurück, ist der Rechtsfuß in einem gefestigteren Umfeld erste Wahl in der Zentrale. Eine Herausnahme des als Führungsspieler verpflichtetem 26-Jährigen erscheint jedoch unrealistisch. Vielmehr wird sich Wydra mit den vorhandenen Mittelfeldspielern um einen Platz auf der Doppel-Sechs messen.

Meyer über Brian Behrendt: Er soll uns Stabilität verleihen

Dort zeigten Patrick Kammerbauer und Yassin Ben Balla zuletzt passable Leistungen, allerdings erwischten beide in Aue nicht den besten Tag und waren bei zwei von drei Gegentoren direkt involviert.

Künftig ist Behrendt gefordert, Treffer des Gegners zu unterbinden. „Er soll uns eine andere Stabilität verleihen, aber alleine kann er das auch nicht regeln. Wir erwarten uns von ihm einen Mehrwert nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch was Ruhe und Mentalität betrifft“, erklärt Trainer Meyer, der hofft, dass in dieser Transferphase noch ein weiterer Innenverteidiger zum Kader der Eintracht stößt. Das würde für weitere Verschiebungen sorgen, aber bestenfalls auch für mehr Sicherheit.

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