Eintracht Braunschweig: Schultz' Abgang erscheint unrealistisch

Braunschweig.  Ex-Klub Waldhof Mannheim hatte Interesse an Michael Schultz bekundet. Sein Berater spricht über die Lage seines Klienten bei Eintracht Braunschweig.

Waldhof Mannheim bekundet Interesse an Eintracht Braunschweigs Verteidiger Michael Schultz.

Waldhof Mannheim bekundet Interesse an Eintracht Braunschweigs Verteidiger Michael Schultz.

Foto: Darius Simka/Regios24

Das Interesse von Waldhof Mannheim an Eintracht Braunschweigs Innenverteidiger Michael Schultz war am Montag an die Öffentlichkeit gelangt. Sollte der 27-Jährige, der erst im Sommer aus Mannheim zum Fußball-Zweitliga-Aufsteiger gewechselt war, nach wenigen Monaten in der Löwenstadt bereits den umgekehrten Weg gehen? Zurück in die dritte Liga? Zurück zu seinem Ex-Klub? Schon 24 Stunden später lässt sich feststellen: Die Spur ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht so heiß wie zunächst angenommen.

Eintracht Braunschweigs Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann hatte bereits am selben Tag betont, dass es weder eine offizielle Anfrage gegeben habe, noch der Spieler und der Verein über eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit geredet haben. Ins gleiche Horn stieß auch Schultz’ Berater Orhan Lokurlu. Auf Nachfrage unserer Zeitung bekräftige er: „Braunschweig will den Spieler nicht abgeben. Und der Spieler will bei Eintracht bleiben.“

Michael Schultz: Leistungsloch nach gutem Saisonstart

Der 1,94 Meter große Abwehrspieler war als Stammkraft in die Saison gestartet. Beim 5:4-Sieg gegen Hertha BSC in der 1. DFB-Pokalrunde zeigte er ebenso ein starkes Spiel wie in der Liga beim 0:0 gegen Topteam Holstein Kiel. Nach einer dürftigen Vorstellung im Derby gegen Hannover 96 und der 1:4-Niederlage verlor er seinen Platz in der ersten Elf. Wegen einer Magen-Darm-Grippe fehlte er nach der Länderspielpause mehrere Tage. Erst bei der 0:4-Niederlage in Darmstadt Ende November, bei der der gebürtige Landauer einen rabenschwarzen Tag erwischte, kehrte er in die Anfangsformation zurück. Zur Pause wurde er seinerzeit ausgewechselt.

Schultz-Berater: Michael wartet auf seine Chance bei Eintracht Braunschweig

Die gewünschte Stabilität, die sich die Verantwortlichen von seinem Transfer erhofft hatten, konnte der Neuzugang der Eintracht bislang nicht bringen, doch auch ohne ihn sieht es in der Abwehr der Löwen nicht viel besser aus. 32 Gegentreffer - nur Schlusslicht Würzburger Kickers kassierte ebenso viele Treffer wie die Blau-Gelben.

So könnte der Mann mit der Rückennummer 32 wieder in den Fokus von Cheftrainer Daniel Meyer rücken, der nach der 1:3-Niederlage in Aue am Sonntag personelle Konsequenzen angekündigt hatte. Schultz’ Berater sieht jedenfalls keinen Grund, unruhig zu werden. „Michael ist in Braunschweig abgesehen von der Spielzeit zufrieden. Er wird nicht sofort die Zelte abbrechen, weil er momentan nicht regelmäßig spielt. Er besitzt die Qualität für die zweite Liga, und er wartet auf seine Chance“, sagt Lokurlu.

Eine Vorfühlen aus Mannheim habe es dennoch gegeben. „Aber das ist doch normal. Mannheim sucht einen Innenverteidiger. Es ist klar, dass Michael Schultz dann als ehemaliger Spieler ins Blickfeld gerät. Aber wir sind ruhig und seriös in der Kommunikation mit der Eintracht. Michael gibt weiter Gas und will wieder in die erste Elf rutschen“, erklärt Lokurlu.

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