Meyer: Wie wir verteidigt haben, war nicht zweitligatauglich

Braunschweig.  Eintracht-Trainer Daniel Meyer hat die Defensive als das größte Problem seiner Mannschaft ausgemacht.

Eintracht-Trainer Daniel Meyer war mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden.

Eintracht-Trainer Daniel Meyer war mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden.

Foto: Darius Simka / regios24

„Naiv“, „fahrig“ und „indiskutabel“ – das waren Adjektive, die Eintracht-Trainer Daniel Meyer in seiner Analyse der 1:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC für den Auftritt, speziell für das Defensivverhalten, seiner Mannschaft benutzte. Von einer Brandrede des Chefcoaches zu sprechen, ist sicherlich übertrieben. Gewohnt sachlich und klar analysierte Meyer die Schwächen der Braunschweiger Zweitliga-Fußballer und vergaß auch nicht zu erwähnen, dass es gegen den KSC ebenfalls durchaus gute Phasen und ordentliche spielerische Ansätze gab.

In der Summe – das ist dem Trainer aber ebenfalls klar – dürften solche Leistungen zu wenig sein, wenn die Blau-Gelben am Ende der Saison den Klassenerhalt feiern wollen. „Wenn man defensiv so auftritt, dann kannst du kein Spiel gewinnen. Wie wir verteidigt haben, war nicht zweitligatauglich“, kritisierte Meyer.

Eintracht kassiert auf Dauer zu viele Gegentore

Das wirklich Ärgerliche aus Eintracht-Sicht ist, dass es sich dabei um wiederkehrende Probleme handelt. 17 Gegentore haben die Braunschweiger in acht Zweitliga-Spielen kassiert. Das ist auf Dauer zu viel. Erneut gerieten die Löwen früh in Rückstand, diesmal sogar mit zwei Toren. Die Qualität, solche Rückschläge immer wieder wegzustecken und durch eine starke Offensive auszugleichen, haben die Blau-Gelben schlicht und ergreifend nicht – tolle Moral hin oder her. Der Kader wurde von Meyer und Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann für einen Aufsteiger mit begrenzten Mitteln schlüssig zusammengestellt. Der ganz große Wurf ist dem Duo – Stand jetzt – damit aber nicht gelungen.

Meyer muss mit dem vorhandenen Spielermaterial Lösungen finden

Sehr viel kann sich daran auch im Januar, wenn das Transferfenster wieder öffnet, nicht ändern. Meyer wird größtenteils mit dem vorhandenen Spielermaterial Lösungen finden müssen. Doch daran hakt es im Moment etwas, wie der erneut schwache Defensivauftritt gegen den KSC zeigt. „In diesem Bereich ist im Moment keine Entwicklung zu sehen“, klagt der Coach.

Er ist auch etwas am Grübeln, woran das liegen könnte. „Es gibt unterschiedliche Faktoren“, sagt Meyer. Welche taktischen Veränderungen die Analyse nach sich ziehen könnte, ließ er offen. Gegen den Karlsruher SC hatte er es zu Beginn mit einer Viererkette in der Abwehr wie in der zweiten Hälfte in Sandhausen versucht. Das ging schief. Als der Coach sich korrigierte, stand es schon 0:2.

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