Eintracht Braunschweig: Proschwitz und Otto drängen sich auf

Braunschweig.  Suleiman Abdullahi fällt gegen den VfL Bochum aus. Eintracht Braunschweigs Sturm muss umgebaut werden.

Suleiman Abdullahi plagen erneut Knieprobleme.

Suleiman Abdullahi plagen erneut Knieprobleme.

Foto: Darius Simka / regios24

Die Liste der Verletzten bei Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig wird vor dem Heimspiel am Samstag gegen den VfL Bochum (13 Uhr) länger und länger. Neben Niko Kijewski (Kreuzbandriss) fällt nun auch Leon Bürger (Mittelfußbruch) längerfristig aus. Doch dabei sollte es nicht bleiben.

Eintrachts Trainer Daniel Meyer muss gegen den bislang unbesiegten Tabellenfünften auch auf Iba May und Suleiman Abdullahi (beide Knieprobleme) verzichten. Hinter den Einsätzen von Felix Kroos, Leandro Putaro und Marcel Bär (alle muskuläre Probleme) stehen dicke Fragezeichen.

Eintracht Braunschweig – Meyer ist zum umbauen gezwungen

Insbesondere im Sturm ist der Braunschweiger Coach also zum Umstellen gezwungen. Abdullahi, zuletzt mit einem schwachen Auftritt bei der 1:4-Niederlage gegen Hannover 96, war gesetzt, Bär als Einwechselspieler oft die erste Option. Doch die Alternativen sind da. Einige Spieler haben sich nicht nur in den vergangenen Trainingstagen aufgedrängt. „Nick Proschwitz ist als klassischer Neuner ein anderer Stürmertyp. Er hat nachgewiesen, dass immer was passiert ist, wenn er reinkam. Ihm ist kein Tor gelungen, aber er hatte sofort Torchancen. Yari Otto haben die beiden Kurzeinsätze sehr viel Auftrieb gegeben. Das sieht man im Training. Der arbeitet, ist präsent, der will Einsatzzeit. Und wir haben immer auch die Möglichkeit, Koby nach vorn zu schieben“, erläutert Meyer seine Varianten.

Patrick Kammerbauer kehrt bei Eintracht Braunschweig zurück

Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Umstellungen geben wird, zumal Patrick Kammerbauer nach seinem Sehnenriss im Arm wieder zur Verfügung steht. „Wir werden dem Rechnung tragen, dass sich Jungs gezeigt haben. Die brennen, und dann müssen wir sie auch loslassen“, sagt Meyer, der zu Saisonbeginn noch sagte, große Rotationen seien zunächst nicht geplant. Jetzt ist er zum einen dazu gezwungen, zum anderen drängen sich Spieler aus der zweiten Reihe auf. Dennoch schenkt er seinen Führungsspielern trotz des dürftigen Saisonstarts weiter das Vertrauen. „Es macht keinen Sinn, alles infrage zu stellen und tragende Säulen zu verunsichern“, erklärt der 41-Jährige.

In der Länderspielpause hat es ein internes Testspiel gegeben, in dem die vermeintliche B-Elf alles reingehauen hat. „Das haben wir wahrgenommen, und die hohe Intensität in den Trainingsspielen tut uns gut“, ist sich der Fußballlehrer sicher. „Der ein oder andere hat aufgrund unseres Starts Morgenluft gewittert und noch mal einen Gang hochgeschaltet.“ Trotz vieler Verletzter ist der Konkurrenzkampf bei der Eintracht also in vollem Gange.

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