Eintrachts Suche nach neuen Spielern bleibt erfolglos

Braunschweig.  Nach dem Ende der Transferphase können nun nur noch vertragslose Spieler nach Braunschweig kommen.

Einen Ersatz für den verletzten Niko Kijewski haben die Braunschweiger nicht gefunden.

Einen Ersatz für den verletzten Niko Kijewski haben die Braunschweiger nicht gefunden.

Foto: Darius Simka / regios24

Eintrachts Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann hatte bereits am frühen Nachmittag abgewunken. „Es kommt keiner mehr“, sagte der 62-Jährige am Montag gegenüber unserer Zeitung. Die Suche von Braunschweigs Fußball-Zweitligisten nach einem Ersatz für den verletzten Linksverteidiger Niko Kijewski ist erfolglos geblieben – zumindest vorläufig. Denn obwohl der Transfermarkt in Deutschland seit Montag 18 Uhr geschlossen ist, können die Klubs weiterhin vertragslose Spieler verpflichten.

Eintracht hält die Augen offen

Nach einer solchen Option werden die Braunschweiger weiter die Augen offenhalten. „Wir werden uns den Markt für vertragslose Spieler anschauen“, sagt Vollmann. Dort findet sich unter anderen Matthias Ostrzolek, der bis Ende der vergangenen Saison bei Erzrivale Hannover 96 spielte und nun mit den Löwen in Verbindung gebracht wird. Aus finanziellen Gründen ist diese Verpflichtung allerdings alles andere als einfach.

Budget ist ausgeschöpft

Warum die Eintracht am Montag keinen Neuzugang als Ersatz für Kijewski präsentierte, erklärt Vollmann so: „Nikos Verletzung hat ohne Frage Folgen für uns, und wir haben uns auch mit mehreren Kandidaten für seine Position beschäftigt. Aber wir haben keinen gefunden, der uns zu 100 Prozent überzeugt hat.“ Da die Löwen ihr Budget für diese Saison ausgeschöpft haben, muss ein neuer Spieler zwei wichtige Bedingungen erfüllen. „Die Lösung muss für uns einen sportlichen Mehrwert besitzen und gleichzeitig unsere finanziellen Gegebenheiten berücksichtigen. Wir sind nicht bereit, einen Spieler nur deshalb zu holen, weil wir unbedingt eine Neuverpflichtung verkünden wollen“, sagt Vollmann.

Nicht jeder Wunsch wird erfüllt

Indirekt hatte Trainer Daniel Meyer den Druck da etwas erhöht, weil er nach der 1:4-Derbypleite gegen Hannover 96 öffentlich eine Verstärkung für die linke Seite gefordert hatte. Für Vollmann ein normaler Vorgang. „Der Trainer hat gehofft, dass wir noch einen Spieler verpflichten können. Das ist doch klar“, so der Geschäftsführer. Allerdings sei auch Meyer bewusst, dass sich eben nicht jeder Wunsch erfüllen lasse.

Vollmann: Dinge nicht schönreden

Vorläufig muss der Coach nun mit dem Kader auskommen, den er aktuell zur Verfügung hat. Die bisherigen drei Saisonspiele haben gezeigt, dass es für das Aufgebot nicht einfach wird, in der 2. Liga zu bestehen. „Der Sieg im DFB-Pokal gegen Hertha BSC war ein schöner Erfolg, aber das Tagesgeschäft ist dann doch nochmal etwas anderes“, sagt Vollmann. Ein Punkt nach drei Partien ist für ihn kein Grund, um in Panik zu verfallen. Aber: „Wir dürfen die Dinge auch nicht schönreden, sondern müssen die Lage klar und deutlich analysieren und beim nächsten Mal besser machen“, meint er.

Klaß und Schlüter sind Alternativen

In der Länderspielpause haben die Blau-Gelben dafür nun auch etwas länger Zeit. Vielleicht findet Meyer den Kijewski-Ersatz dann auch intern. Nico Klaß und Lasse Schlüter heißen zwei weitere Alternativen, nachdem am vergangenen Wochenende Robin Ziegele die Aufgaben auf der linken Außenbahn übernahm. Dazu gibt es noch Leandro Putaro. Den Ex-Wolfsburger wollte die Eintracht eigentlich abgeben, es fand sich aber kein Abnehmer. „Wir haben auch bei den potenziellen Abgängen viele Gespräche geführt, aber da haben wir auf die Entwicklung nur bedingt Einfluss“, sagt Vollmann.

Seine Hoffnung ist, dass sich das im Januar ändert. Und das ist ja nicht mehr allzu lange hin. „Bis zur nächsten Transferphase sind es diesmal nur einige Wochen“, sagt Vollmann. Deshalb ist auch gut möglich, dass die Suche nach einem Linksverteidiger dann nochmal auf die Tagesordnung kommt.

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